Baskets machen es lange spannend

In einem intensiven Basketballspiel haben sich die Telekom Baskets Bonn am vierten Spieltag in der Basketball-Bundesliga gegen die WALTER Tigers Tübingen den zweiten Heimsieg gesichert. Vor 5010 Zuschauern im Telekom-Dome gewannen die Bonner am Ende mit 81:67 (19:19, 18:17, 20:15, 24:16). In der Mannschaft von Trainer Predrag Krunic erzielten Ojars Silins und Ryan Tompson jeweils 17 Punkte. Julian Gamble überzeugte mit starken 14 Rebounds. Bei den Gästen aus Tübingen wusste vor allem Ex-Baskets-Spieler Isiah Philmore mit 18 Punkten zu überzeugen.

Nach der Verletzung von Power Forward Ken Horton, zugezogen im zweiten Saisonspiel gegen Frankfurt, verpflichteten die Baskets in dieser Woche Silins nach. Der lettische Nationalspieler kam vom italienischen Verein Reggio Emilia, mit dem der 2,04 Meter-Mann in den vergangenen zwei Jahren das Finale um die Meisterschaft erreichte. „Wir möchten, dass Ken seine Verletzung hundertprozentig auskuriert. Daher sind wir froh, mit Ojars Silins einen jungen, aber schon erfahrenen europäischen Spieler zeitnah als Interimslösung verpflichtet zu haben“, sagte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich nach der Verpflichtung.

Foto: Sebastian Derix

Foto: Sebastian Derix

Zerfahrene Anfangsphase

Nach zwei Niederlagen und einem Sieg aus den ersten drei Spielen liefen die WALTER Tigers Tübingen mit zwei ehemaligen Baskets-Spielern auf dem Hardtberg auf, Jared Jordan und Isiah Philmore. Bei den Baskets berief Trainer Predrag Krunic Neuling Silins gleich in die Starting-Five. Die ersten beiden Punkte der Partie erzielten die Gäste aus Tübingen. Im Angriff vergaben die Baskets in den ersten Minuten einige freie Würfe. Der erste Punkt ging schließllich in der dritten Minute von der Freiwurflinie aus auf das Konto von Thompson (1:4). Nach weiteren zwei Zählern von Thompson kam Silins auf seine ersten zwei Punkte im Trikot der Baskets (4. Minute, 5:6). Immer wieder kam es in der Anfangsphase zu kleineren Nickligkeiten und Fouls auf beiden Seiten, so hatten beide Teams schon nach etwas mehr als sechs Minuten jeweils die Mannschaftsgrenze von fünf Fouls erreicht. Die Baskets übernahmen in der Offensive das Kommando und gingen in der 5. Minute mit 9:6 in Führung. Von der Linie erzielte Filip Barovic in der siebten Minute die Punkte zum 11:8-Zwischenstand. Mit einem Drei-Punkte-Spiel sorgte Ex-Basket-Spieler Philmore in der achten Minute für den Ausgleich (11:11). Bis zum Ende des ersten Viertels trafen beide Teams hochprozentiger als zu Beginn des Durchgangs. Bei Tübingen traten Philmore und Jordan immer wieder in Erscheinung, zusammen erzielten sie insgesamt 14 der 19 Punkte der Gäste. Doch die Baskets hielten dagegen und bei einem Stand von 19:19 ging es in das zweite Viertel. Große Schwachstelle im ersten Durchgang war bei den Baskets die Freiwurf-Qoute  –  nur jeder zweite Wurf fand sein Ziel.

Im zweiten Viertel gingen die ersten Punkte dann wieder auf das Konto von Tübingen (11. Minute, 19:21). Doch Johannes Richter antwortete prompt mit einem Dreier zum 22:21 für die Baskets. Nach einem technischen Foul gegen Jordan schien Tübingen ein wenig den Rhythmus zu verlieren und Bonn baute die Führung auf 25:21 aus (13. Minute). Doch nach einer Auszeit von Tübingen lief es bei den Gastgebern nicht mehr rund. Mit zwei einfachen Punkten und einem Dreier gingen die Tigers schnell mit 25:26 in Führung (15. Minute). In der Folge wechselte die Führung ständig, bis Anthony DiLeo in der 16. Minute zum 31:28 für die Baskets traf und Tübingen die nächste Auszeit nahm. Die Intensität in der Verteidigung erhöhte sich bei beiden Teams und die Schiedsrichter ließen im Vergleich zum ersten Viertel viele harte Zweikämpfe laufen und die Pfiffe blieben aus. Mit einer knappen 37:36-Führung ging es für die Baskets nach 20 gespielten Minuten in die Kabine. In einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte in der ersten Halbzeit Thompson mit sieben Punkten heraus.

Foto: Sebastian Derix

Foto: Sebastian Derix

Der Neuling schlägt ein

Nach dem Pausentee übernahm Tübingen gleich die Initiative und ging mit 37:40 in Führung (22. Minute). Erneut hielt Neuzugang Silins dagegen und erzielte unter dem Korb den 39:40-Zwischenstand (23. Minute). Probleme bereitete den Gastgebern weiterhin Jared Jordan, der immer wieder mit klugen Pässen die Verteidigung der Baskets auseinanderriss. Doch Silins zeigte sich weiterhin von seiner besten Seite und erzielte mit sechs Punkten in Folge die 49:46-Führung für die Bonner. Durch Punkte von Thompson erhöhte sich diese auf 53:49 in der 28. Minute. Bis zum Ende des Viertels bauten die Baskets den Vorsprung auf sechs Punkte aus (57:51).

Gleich zu Beginn des letzten Viertels erzielte Aufbauspieler Josh Mayo ein Drei-Punkte Spiel (31. Minute, 60:51). Unter dem Korb setzte sich Julian Gamble im Anschluss mehrmals stark durch und erhöhte den Vorsprung auf 15 Punkte (33. Minute, 66:51). Tübingen versuchte mit Würfen aus der Distanz dagegen zu halten, doch die Baskets fanden in der Offensive die richtige Antwort (35. Minute, 72:58). Aggressive Verteidigung auf Seiten der Gastgeber führte immer wieder zu Ballverlusten der Tübinger und Gamble erhöhte in der 38. Minute durch einen Fast-Break auf 76:64. Bis zum Ende des Spiels gaben die Baskets den Vorsprung nicht mehr aus der Hand und gewannen schließlich mit 81:67.

Nach der Begegnung fasste Trainer Krunic den Spielerverlauf passend zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht konzentriert und das haben wir in der zweiten Halbzeit geändert. Von der Tribüne kam sehr viel Unterstützung für unser Team.“ Für den Neuzugang Silins gab es nur lobende Worte: „Er ist fit zu uns gekommen und war heute ein entscheidender Faktor für unser Spiel.“ Gamble fügte noch hinzu: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann auch noch viele zweite Chance erkämpft und die dann auch genutzt.“

Am kommenden Samstag trifft Bonn auswärts um 18 Uhr auf Göttingen.

Kommentar verfassen