BBL TOP FOUR mit Bonner Beteiligung

von Katharina Weber

Foto: Sebastian Derix

Mit 92:83 (29:18, 23:19, 24:23, 16:23) fegten die Telekom Baskets Bonn am Dienstagabend die Gäste der BG Göttingen im Qualifikationsspiel für den BBL Pokal aus der Halle und sicherten sich den Einzug in die Endrunde (TOP FOUR). Einem stark aufspielenden Bonner Team hatte Göttingen kaum etwas entgegen zu setzen. 67% der Bonner Zwei-Punkt-Würfe fanden ihr Ziel, fünf Spieler punkteten zweistellig. Am Ende durften die Baskets einen verdienten, im Grunde nie gefährdeten Sieg verzeichnen.

Nicht einmal zwei Wochen lag die letzte Partie Bonn vs. Göttingen zurück: Das Rückrundenspiel am 14. Februar ging mit 66:65 denkbar knapp an die Baskets. Aber Bonn war vorgewarnt, denn die Zonenverteidigung der Göttinger hatte das Team von Coach Mathias Fischer lange vor Probleme gestellt. Auch Göttingens Schlüsselspieler Raymar Morgan, der die letzte Partie aussetzen musste, war nun wieder spielbereit. Im letzten Göttinger Spiel gegen Trier unterstrich er seine Qualität mit 27 Punkten und neun Rebounds.

Bonner stark in Offensive und Defensive 

Die 3.800 Zuschauer im Telekom Dome waren dementsprechend vermutlich auf einen erneuten Krimi eingestellt. Was allerdings folgte, war ein offensives wie defensives Schaulaufen der Bonner Baskets. Gleich zu Beginn des Spiels legten die Baskets los wie die Feuerwehr und erzielten allein in den ersten drei Minuten zehn Punkte. Benas Veikalas, der im Rückrundenspiel ebenfalls fehlte, markierte sein Comeback direkt nach seiner Einwechslung mit einem Dreier (15:7, 6. Spielminute). Mitte des Viertels scheint Göttingen ebenfalls ins Spiel gefunden zu haben und verkürzt auf 17:13. Fünf Punkte von Ryan Brooks und ein weiterer Dreier von Veikalas lassen die Baskets kurz darauf aber wieder davonziehen. Zur Pause steht es 29:18. 

Die zweiten zehn Minuten eröffnet Göttingens Dominik Spohr mit einem Drei-Punkte-Wurf, den Tadas Klimavicius trocken mit einem Dunk erwidert (31:21, 11. Spielminute). Unter dem Korb geht es körperbetont zu, hier schenkt kein Center gern die Punkte her. Göttingen lässt den Ball zunehmend besser laufen, aber die Bonner Defense steht felsenfest.  Auch in der Offensive läuft Vieles zusammen: Einen vergebenen Dreier von Brooks fängt Dirk Mädrich auf und verwandelt den Rebound prompt in zwei Punkte (39:26, 14. Spielminute). 

War die Partie vor zwei Wochen noch ein klassisches „Low Score Game“ deutet sich am Dienstagabend schon früh das genaue Gegenteil an. Ein Dunk von Brooks nach einem Assist von Angelo Caloiaro – ein ums andere Mal tanzen die Bonner die Göttinger Defense aus. Zwei souveräne Freiwürfe von Dirk Mädrich markieren mit 16 Punkten Vorsprung die höchste Bonner Führung zur Halbzeit (49:33, 19. Spielminute). Göttingens Zonenverteidigung, im letzten Spiel noch so effektiv, lässt die Baskets kalt. Zur Halbzeit steht es 52:37.

Defense sichert letztendlich den Sieg

Zu Beginn der zweiten Hälfte demonstriert Veikalas, der spätere Top-Scorer der Partie (26 Punkte), seine Zielgenauigkeit: Zwei Dreier und ein Korbleger führen die Baskets auf 20 Zähler davon (66:46, 34. Minute). Die Baskets setzen ihr Spiel aus der ersten Halbzeit konsequent fort und halten Göttingen auf Abstand. 

Im letzten Viertel haben sich die „Veilchen“ noch nicht aufgegeben. Dank elegantem Tip-In von Harper Kamp und einem seltenen Göttinger Dreier von Alex Ruoff kommen sie auf elf Punkte heran (76:65, 32. Minute). Starke Aktionen wie ein krachender Dunk von Klimavicius nach einem Steal von Andrej Mangold lassen den Abstand aber nie gefährlich schrumpfen. In der Crunch Time legt Göttingen erneut eine Schippe drauf, aber die Bonner Defense steht. Da macht es auch nichts, dass die Würfe nicht mehr ganz so zuverlässig fallen wie zuvor und Göttingen zum Schluss auf neun Punkte heran kommt (92:83 Endstand).

Göttingens Coach Johan Roijakkers zeigte sich beeindruckt von der Bonner Leistung. „Wenn man vier Mal gegen eine Mannschaft verliert… You have to be man enough dann zu sagen, dass die andere Mannschaft einfach besser ist“, sagte er nach dem Spiel. 

Die nächsten Spiele 

Das TOP FOUR findet am 11. und 12. April in Oldenburg statt. Auf wen Bonn im Halbfinale trifft, wird am Mittwoch, den 25. Februar in der Halbzeit des Spiels von EWE Oldenburg gegen den Mitteldeutscher BC ausgelost. Bereits qualifiziert sind neben Gastgeber Oldenburg auch ALBA Berlin und die Brose Baskets Bamberg.

Vorher geht es für die Bonner mit zwei Auswärtsspielen in der Rückrunde der BBL weiter. Am 7. März treten sie um 20:30 Uhr in Frankfurt gegen die Skyliners an, am 14. um 20:30 Uhr in Bamberg gegen den Pokal-Konkurrenten Brose Baskets.

 
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