Berlin defensiv zu stark

von Sebastian Derix

Foto: Sebastian Derix

Bonn gegen Berlin, alte gegen neue Hauptstadt, die Mutter aller Spiele, das ewige Duell – man könnte noch Stunden so weiter machen, hätte das Spiel nicht auch noch sportlich einiges geboten.

Beide Teams schenkten sich von Beginn an nichts. Die Defense stand ganz  groß auf den Gameplans der beiden Coaches. Und so schaffte es auch zunächst keine der beiden Mannschaften sich entscheidend abzusetzen. Von Europapokalmüdigkeit war bei den Hausherren nichts zu sehen. Und auch die Baskets waren schon kurz nach Beginn hellwach.

Zum Ende des ersten Viertels legte ALBA dann einige Punkte zwischen sich und die Gäste. Die konterten aber im zweiten Abschnitt postwendend. Viertel zwei gehörte den Baskets. Sie bissen, sie trafen, vor allem aus der Distanz und sie holten sich die Führung in fremder Halle. Als Sahnehäubchen gab es dann einen mächtigen Schlag gegen den Buzzer von Mickey McConnell, der in der Schlusssekunde mit feindlicher Hand im Gesicht den Korb fand.

Berlin dreht auf 

Das wollte sich ALBA nicht gefallen lassen. Nach der Pause legten sie defensiv einen weiteren Gang zu. Die Baskets hatten Mühe dagegen zu halten und gaben immer wieder den Ball her. Folgerichtig holten sich die Berliner ihre Führung zurück. Bis auf zwölf Punkte bauten sie die aus, ehe das Viertelende und ein Leger von Tadas Klimavicius die Bonner für einen Moment erlösten.

Aber nicht lange – im Schlussviertel wurde es hektisch in der O2-World. Ein vermeintlicher Schlag von Benas Veikalas gegen Reggie Redding brachte die Halle zum kochen. Bonn ließ sich von der entstandenen Hektik anstecken. Die Probleme mit den Berlinern wurden größer. ALBA dagegen wurde immer sicherer. Von Müdigkeit noch immer nichts zu spüren. Berlin holte die Rebounds, Berlin traf von der Linie, Bonn schaffte all das nicht ausreichend. Am Ende war die Niederlage verdient (90:78).

ALBA verdienter Sieger 

Das hatte auch Coach Mathias Fischer gemerkt: “Berlin ist der verdiente Sieger dieses Spiels. Wir haben eine Halbzeit sehr gut mitgehalten und so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber eine Halbzeit reicht nicht aus, um hier in Berlin zu gewinnen. Wir sind im dritten Viertel eingebrochen, konnten unsere System nicht mehr richtig durchlaufen und haben viele Turnover begangen, die zu einfachen Punkten geführt haben.”

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