bonnFM-Klimareporter

Auch wenn die Klimakonferenz bereits zwei Wochen zurückliegt und die Bahnen endlich wieder normal fahren, hier noch ein kleiner Nachtrag zu den letzten beiden Tagen der Konferenz. Am 16. und 17. November war bonnFM in der Brotfabrik unterwegs und hat in einem Workshop gemeinsam mit Schülern Nachrichten geschrieben und Interviews geführt.

Im Rahmen der Klimakonferenz, die vom 6.-17. November in Bonn stattgefunden hat, veranstaltete das Kulturzentrum Brotfabrik vom 10.-17. November eine eigene Klimakonferenz für Kinder, Jugendliche und Familien. Gefördert wurde das gesamte Projekt durch das Kulturrucksack-Programm der Stadt Bonn, dem Land NRW und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. In einer Mischung aus Kino, Theatervorführungen und kreativen Workshops, die die Kinder sich selbst aussuchen konnten, drehte sich alles rund um das Thema Klima. Projektpartner, die das Ganze mitorganisiert haben, waren unter anderem das Theater Marabu, die Universität Bonn, das Deutsche Museum Bonn, die Bonner Kinemathek und viele mehr! So fanden unter der Woche Projekttage für Schulen statt, an denen Schüler von der 3. bis zur 9. Klasse teilnehmen konnten. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, an den für sie altersgerecht angepassten Workshops kreativ zu werden. Auch wir von bonnFM waren an zwei Tagen dabei! Die Jugendlichen der 8. und 9. Klasse hatten die Möglichkeit, am Donnerstag den 16. und am Freitag den 17. November bei unserem Nachrichtenworkshop, der von unserer Moderatorin Susann Kexel geleitet wurde, dabei zu sein.

Klima-Reporterinnen am Freitag vor Ort: Kerstin, Alice, Lara und Susi. Bild: bonnFM

Einmal Nachrichten schreiben, auf die Plätze, fertig, los!

Wir als Team von bonnFM waren an beiden Tagen mit vier Mädels vor Ort und hatten damit die perfekte Größe, eine Gruppe aus 16 und am nächsten Tag 13 jugendlichen Schülern zu betreuen. Der Workshop trug den den Titel „Klimareporter“ und drehte sich um das Schreiben und Einsprechen von Nachrichten zum Thema Klimakonferenz. Im Vorfeld wurden deshalb vier Artikel ausgewählt, aus denen eine Nachrichtenmeldung geschrieben und im Anschluss eingesprochen werden sollte. Vorher gab es natürlich eine Einführung, in der erklärt wurde, was eine Nachricht ist und wie diese idealerweise aufgebaut sein sollte. Während der Vorstellungsrunde zeigte sich, dass einige der Schüler bereits Vorerfahrung mit dem Radio haben. Nachdem die Meldungen eingesprochen waren, gab es noch die Gelegenheit, Interviews zu führen. Donnerstags konnten die Schüler mit Leandra Hoffmann und Jana Brass, freitags mit Ike Holtmann sprechen. Leandra und Jana spielen für das Theater Marabu und sind donnerstags in dem Stück „In meinem Hals steckt eine Weltkugel“ für die verschiedenen Schulklassen aufgetreten. Ike Holtmann hielt Freitags einen Vortrag mit dem Titel „Klimawandel – Was hat das mit mir zu tun? Natürliche und menschengemachte Ursachen des Klimawandels“ und konnte den Schülern anschließend in den Interviews ihre selbst ausgedachten Fragen beantworten.

Die Schüler führen ein Interview. Bild: bonnFM

Zum Schluss lässt sich sagen:

Am Ende eines Projekttages versammelten sich alle Teilnehmer der gesamten Veranstaltung im Theatersaal und Freiwillige präsentierten gemeinsam mit der Workshop-Leitung die unterschiedlichen Ergebnisse des Tages. Unter anderem hatte die Designwerkstatt „Upcycling“ bei Katia Köhler aus alten Filmrollen kreative Accessoires, wie Teelichthalter oder modische Kopfbedeckungen gezaubert und diese dem Publikum gezeigt, Teilnehmer der Musikwerkstatt „Schreibe deinen eigenen Song“ sangen ihren selbst erarbeiteten Text, hinsichtlich des Themas Klimawandel, in Begleitung von Joshua Eduahs Gitarre, vor und die Tanzwerkstatt „Winter -30°“ bei Monica Santo brachte ihre eigens entwickelte Choreographie tänzerisch auf der Bühne zum Ausdruck. Der Ablauf des bonnFM-Workshops wurde ebenfalls von Schülern vorgestellt und mit einer fertig eingebetteten Meldung, wie sie bei bonnFM zu hören wäre, unterlegt. Somit haben alle Beteiligten einen Einblick in die Welt der Radionachrichten erhalten und die Involvierten unseres Seminars konnten das vollständige Endergebnis ihrer Arbeit betrachten.

Während des Workshops haben wir und die anderen Leiter der angebotenen Bildungsmaßnahme festgestellt, dass es sehr wichtig ist, die Schüler selber entscheiden zu lassen, an welcher Arbeitsgruppe sie teilhaben möchten. Nur so ist Eigeninitiative und Interesse am Thema garantiert. Die Schüler können dadurch Einblick in verschiedene Themenfelder erhalten und ihre Interessen erweitern. Dies kann wesentlich für ihre Entwicklung sein und die Entscheidung in Bezug auf ihr späteres Berufsfeld erleichtern. Auch wenn nicht alle Schüler makellos mitgearbeitet haben, war klar ersichtlich, dass die kreative Arbeit und kleine Pause des Alltags einen guten Einfluss auf die Jugendlichen hatte. Nicht ohne Grund sind die Workshops des Theater Marabus bei Schulen aller Art im weiten Umkreis so beliebt.

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