Deutliche Niederlage für die Baskets

von Katharina Weber

Foto: Sebastian Derix

Die Baskets haben am vierten Spieltag in der Basketballbundesliga die dritte Saisonniederlage kassiert. Eine geschlossen auftretende Frankfurter Mannschaft stellte das Bonner Team vor unlösbare Probleme. Einzig Mickey McConnell überzeugte mit 22 Punkten, konnte die 84:71 Niederlage jedoch nicht verhindern.

Es versprach ein spannender Abend zu werden. Für beide Teams stand viel auf dem Spiel, obwohl es sich erst um den vierten Spieltag handelte. Frankfurt hatte seine drei bisherigen Spiele unglücklich verloren. Zuletzt unterlagen sie nach einer engen Partie Meister Bayern München, am ersten Spieltag Hagen – nach Verlängerung mit nur einem Punkt. Auch die Baskets hatten bisher nur ihr Spiel gegen die Walter Tigers Tübingen für sich entscheiden können und zogen erst am Freitag gegen ALBA Berlin den Kürzeren.  Der Tabellenkeller rückte damit beiden bedrohlich nah.

Was aber folgte war keine ausgeglichene Partie, sondern ein im Grunde nie gefährdeter Sieg für die FRAPORT Skyliners. Frankfurts Trainer Gordon Herbert fasste die angestrebte Taktik vor dem Spiel zusammen: Hart verteidigen, einfache Körbe machen, aber keine zulassen. Und genau nach diesem Prinzip agierten die Frankfurter dann auch. Die aggressive Defense versperrte den Baskets ein ums andere Mal den Weg zum Korb. Die Konsequenz waren Ballverluste und viele Würfe von jenseits der Drei-Punkte-Linie, von denen zur Halbzeit gerade mal 27% den Weg durch die Reuse fanden. 

Früh den Anschluss verloren

Ganz anders Frankfurt: Vier von vier Dreiern fanden zu Anfang des Spiels ihr Ziel und verhalfen dem Team zu einer frühen 16:1 Führung. Der erste Punkt für die Baskets fiel erst nach knapp drei Minuten durch einen Freiwurf von Angelo Caloiaro. Der erste reguläre Korb fiel sogar erst nach fünfeinhalb Minuten durch Mickey McConnell. Die Baskets wirkten, wie schon im Spiel gegen Berlin, verunsichert und agierten nervös. Ihnen gegenüber stand ein Frankfurter Team, das mit Alley Oops und No Look-Pässen ein reibungsloses Zusammenspiel demonstrierte. So stand es nach dem ersten Viertel 26:9. 

Früh im zweiten Viertel gab es ein technisches Foul wegen Floppings gegen Frankfurts Richard Williams. Den somit gewonnen Freiwurf konnten die Baskets, wie so oft ein diesem Abend, nicht verwandeln. Doch die Bonner gaben sich nicht auf: Einen Steal von Andrej Mangold verwandelte Ryan Brooks in einen krachenden Dunking plus Bonus-Freiwurf. Dieser ging zwar daneben, Tadas Klimavicius war für den Tip-In zum 33:20 jedoch zur Stelle.

Zu wenig Bewegung im Bonner Spiel 

Im Vergleich zu Frankfurt wirkte das Bonner Spiel insgesamt statisch. Wie schon in vorherigen Spielen ergatterte das gegnerische Team zahlreiche Offensivrebounds und gelangte so zu einfachen Punkten. Der Rückstand zur Halbzeit war dementsprechend hoch: 49:34.

Auch im dritten fanden die Bonner kein Mittel gegen die Frankfurter Defense. Dazu kassierte Mangold nach knapp 25 Minuten wegen einer Beschwerde beim Schiedsrichter ein technisches Foul. Caloiaro war zuvor bei einem Dunking hart attackiert worden – der Pfiff der Unparteiischen blieb allerdings aus. Das Wurfglück der Skyliners hielt genauso an wie das -pech der Bonner: Während die Dreier bei Bonn weiter ausblieben, verwandelte Frankfurt sie sicher: Zehn Minuten vor Schluss stand es 68:48. 

Selbst im letzten Viertel merkte man den Baskets an, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Doch einige Spieler schienen einen rabenschwarzen Tag erwischt zu haben, darunter Kapitän Benas Veikalas. Keiner seiner fünf Dreierversuche war von Erfolg gekrönt, seine ersten Punkte machte der Litauer erst achteinhalb Minuten vor Schluss. Einen Lichtblick bot an diesem Abend zumindest McConnell, der fünf Minuten vor Schluss einen Dreier versenkte und kurze Zeit später unterm Korb Aaron Doornekamp austanzte und mit anschließendem Bonus-Freiwurf das 77:59 erzielte. Doch da Caloiaro, Lawrence und Veikalas allesamt weit unter ihrer Normalform blieben, konnten auch seine 22 Punkte die Niederlage am Ende nicht verhindern. Damit stehen die Baskets aktuell auf Platz 16 der Tabelle.

Weiter geht es für die Bonner im ersten Spiel des EuroCups gegen SIG Strasbourg am Mittwoch. Das nächste Bundesligaspiel gegen die Artland Dragons steht für kommenden Sonntag im Kalender.

 

 

 
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