Die Serie hält

Von Sebastian Derix

Die Vorzeichen waren klar: mit Bamberg kommt der wohl härteste Gegner der vergangenen Wochen in den Telekom Dome. Die Baskets würden ihre volle Leistungsfähigkeit benötigen, um gegen den ehemaligen Serienmeister bestehen zu können. Noch vor gut zwei Wochen hatten sie in Bamberg eine herbe Niederlage erlitten. Am Sonntag konnten sie sich revanchieren.

Foto: Sebastian Derix

Die Baskets schafften es, konzentrierter als in den vergangenen Spielen an den Start zu gehen. Zuletzt hatten sie die Anfangsphase oft regelrecht verschlafen. Zwar mühten sie sich auch gegen Bamberg vor allem im ersten Abschnitt oft vergeblich. Die Aufmerksamkeit, die Trainer Mathias Fischer gefordert hatte, war aber da. So konnten seine Jungs den Rückstand auf die Franken nach zehn Minuten einigermaßen in Grenzen halten (12:22).

Im zweiten Viertel waren sie dann endgültig im Spiel angekommen. Bei den Gästen lief dagegen nicht mehr viel zusammen. Die Hausherren dominierten Abschnitt zwei. Vor allem offensiv führten sie Bamberg phasenweise fast vor. Mit 30:17 gewannen sie den zweiten Abschnitt. Bamberg fiel in dieser Phase nicht viel ein. Ein Umstand, der deren neuen Trainer, Andrea Trinchieri, mehrmals an den Rand des Wahnsinns brachte.

Bamberg auf Distanz gehalten

Dessen Halbzeitansprache schien eine gewisse Wirkung gehabt zu haben. Bamberg kam aufmerksamer aus der Kabine. Die Bonner wurden in ihrem Sturmlauf etwas gebremst. In der Defensive bekamen sie vor allem Ryan Thompson nicht in den Griff. Da die Baskets aber offensiv an diesem Abend äußerst sicher agierten, schaffte es Bamberg nicht, sich entscheidend heran zu arbeiten. Nach dreißig Minuten lagen die Bonner noch zwei Punkte vorne (59:57).

Ryan Brooks, Mickey McConnell und Angelo Caloiaro, der bis dahin ziemlich blass geblieben war, drehten im Schlussviertel dann richtig auf. Sie hielten mit ihren Punkten die fränkischen Gäste auf Distanz. Gegen Ende mussten diese auch mit Daniel Theis, Karsten Tadda und Elias Harris gleich drei deutsche Nationalspieler wegen ihres fünften Fouls aus dem Spiel nehmen. Die Hausherren brachten den Sieg nach Hause. 85:80 leuchtete es nach 40 Spielminuten von der Anzeigetafel.

Ausgeglichene Punkteverteilung

Beste Bonner Werfer waren McConnell, Tadas Klimavicius mit je 13 und Caloiaro mit 12 Punkten. Ryan Brooks steuerte neun Zähler und vier Assists bei, Geno Lawrence gab bei gleicher Punktzahl deren fünf. Bis auf Defensivspezialist Andrej Mangold punkteten auf Bonner Seite alle eingesetzten Spieler.

Am Dienstag fliegen die Baskets nach Italien, wo am Mittwoch das Eurocup-Spiel gegen Reggio Emilia ansteht. Donnerstag steht die Rückreise an, ehe es dann schon Freitag wieder gen Süden geht. Am Samstag müssen die Bonner in Ulm antreten.

bonnFM-Redaktion

die bonnFM-Redaktion!