Eisbären kaltgestellt

Von Kevin Scheuren

Foto: Sebastian Derix

Die Telekom Baskets Bonn haben nach dem siegreichen Ende im Eurocup das zweite Heimspiel in einer Woche gewonnen – diesmal in der Beko BBL. Gegen die Eisbären Bremerhaven setzte sich das Team von Headcoach Mathias Fischer nach einer mannschaftlich sehr geschlossenen Leistung mit 97:81 durch und klettert durch den Sieg auf den sechsten Rang in der Tabelle.

Kurzes Abtasten, danach Vollgas

Beide Mannschaften haben sich zu Beginn sehr schwer getan. Sowohl die Hausherren, als auch die Gäste aus Bremerhaven wollten sich am Anfang nicht in die Karten schauen lassen und konzentrierten sich auf die Defensive. Das bedeutete für die 5.220 Zuschauer im Telekom Dome – unter ihnen auch Baskets-Legende Arvid Kramer – dass es nicht sonderlich viele spektakuläre Offensivaktionen zu bestaunen gab. Zur Halbzeit des Viertels stand es nach einem Nahdistanz-Wurf von Angelo Caloiaro 8:7 für die Baskets. Insgesamt rasselte es 26-Mal in beiden Körben, die Baskets hatten am Ende des ersten Viertels aber die Nase mit 16:10 vorne.

Im zweiten Abschnitt begannen dann die Telekom Baskets langsam das Gaspedal runterzudrücken. Sie merkten, dass die Bremerhavener ihre großen Probleme mit selbstverschuldeten Ballverlusten hatten und durch die individuelle Klasse der Dreierwerfer wie Steve Wachalski, Mickey McConnell und Benas Veikalas führten die Bonner nach knapp 14 Minuten mit 34:21. Im Verlauf des zweiten Viertels ließen die Baskets nicht viel zu, nutzten ihre Chancen konsequent aus und konnten die Führung damit ordentlich ausbauen. Die letzten beiden Punkte der ersten Halbzeit konnte Eugene Lawrence per Freiwurf auf seinen Bierdeckel schreiben. 45:28 war der Halbzeitstand.

Keine Gnade bis zum Ende – Lodders punktet erstmals in der BBL

Auch im dritten Durchgang war das Auto der Baskets viel schneller als das der Eisbären. Headcoach Mathias Fischer hat der Mannschaft in der Halbzeit genau die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben. In der Defensive behielten die Mannen rund um Andrej Mangold die Konzentration hoch und offensiv legten Spieler wie Dirk Mädrich per Dunking und gut rausgespielten Ballstafetten weiter nach. Nach 23 Minuten konnte Teamkapitän Benas Veikalas per Dreier den Vorsprung kurzzeitig auf 52:33 hochschrauben. Eine der ganz klaren Stärken der Bonner an diesem 4. Advent war die Wurfpräzision aus allen Bereichen, egal ob in der Box oder von draußen. Egal, ob Caloiaro oder Wachalski, alle konnten immer wieder für Momente sorgen und so die Eisbären ständig auf Distanz halten. „Big Man“ Tadas Klimavicius sorgte mit seinen zwei Punkten für einen komfortablen 71:45-Vorsprung zur letzten Drittelpause.

Immer wieder haben die Eisbären Bremerhaven versucht die Aufholjagd zu starten, aber das Team von Mathias Fischer trat – auch durch das tolle Bonner Publikum im vorweihnachtlichen Dome angefeuert – mit einer dermaßen breiten Brust an, dass jede Jagd schnell beendet wurde. Im letzten Viertel gab es dann eine schöne Premiere. Jugendspieler Robin Lodders konnte seine ersten Punkte in seiner noch sehr jungen BBL-Karriere erzielen. Auch aufgrund des großen Vorsprungs hatte Fischer den jungen Spielern wie Thomas Michel und eben Lodders ein paar Minuten Spielzeit (etwas verfrüht) zu Weihnachten geschenkt. Lodders nutzte eine Vorlage von Point Guard Mickey McConnell unter großem Jubel 30 Sekunden vor dem Ende zum 97:78. Flavio Stückemann von den Eisbären sorgte für die letzten Punkte des Spiels, das am Ende die Baskets mit 97:81 für sich entscheiden konnten.

Nach Weihnachten ist vor Silvester

Nach der kurzen Weihnachtspause geht’s dann auch direkt weiter mit Basketball in Bonn. Nächste Woche Sonntag kommen die Basketball Löwen Braunschweig in den Telekom Dome. Um 18 Uhr geht’s los. Als kurzfristiges Weihnachtsgeschenk eignen sich beispielsweise die noch erhältlichen Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

bonnFM-Redaktion

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