Ein Stück Frankreich in Bonn

Von Lena Kronenbürger

Bild: Birte Wolff

Die Bonner Uni ist ja bekanntlich die Wiege der Romanistik. Kein Wunder also, dass sich viele frankophile Menschen dort tummeln. Ich habe zwei Studentinnen im etwas lauten Innenhof der Uni getroffen, die, hier in Bonn, ganz schön nah dran sind am französischen Leben. Birte Wolff und Julia Unverzagt heißen die beiden und erzählen begeistert von dem studentischen Freundeskreis Bonn-Toulouse.

bonnFm: Was ist denn dieser studentische Freundeskreis Bonn-Toulouse überhaupt?

Birte: Der studentische Freundeskreis ist ein eingetragener Verein und eine anerkannte Kulturgruppe der Uni Bonn. Natürlich sind wir ein gemeinnütziger Verein.

bonnFM: Warum gibt es euch?

Birte: Wir möchten Studenten und vor allem unseren Mitgliedern gerne ein Forum für französische Lebensart und Kultur bieten.

bonnFM: Und wie sieht dieses Projekt ganz konkret aus?

Julia: Jedes Jahr haben wir einen Höhepunkt: wir veranstalten einen Austausch mit Studenten aus Toulouse. Man hat immer einen Austauschpartner, bei dem man wohnt und ein paar Wochen später kommen die Franzosen dann zu uns nach Bonn.

Birte: Genau und dann hat man eine Woche ein kleines Kulturprogramm und natürlich wird abends getrunken, gefeiert, gelacht!

bonnFM: Das hört sich nach viel Spaß an! Wann findet denn euer nächster Austausch statt?

Julia: Wir Bonner werden vom 28. März bis zum 6. April nach Toulouse fahren und die Toulouser besuchen uns dann zwei Wochen später.

Birte: Wir freuen uns schon sehr!

bonnFM: Neben eurem großen Toulouse-Austausch, plant ihr da noch andere Veranstaltungen?

Julia: Wir versuchen uns natürlich auch außerhalb des Austauschs zu treffen. Dann veranstalten wir „Soirées“, also Abende, an denen wir uns treffen und Sachen machen wie französische Filme schauen und so.

bonnFM: Wie viel Zuwachs habt ihr denn so?

Birte: Der Verein wurde 1977 gegründet, ich denke, dass da die deutsch-französischen Beziehungen noch nicht so ausgeprägt waren, wie sie heute sind. In den letzten Jahren haben immer mehr Leute Interesse gezeigt, vor allem am Austausch. Dieses Jahr werden wir insgesamt 40 Studenten sein.

Julia: Die Mitglieder wechseln natürlich auch. Man hat meistens einen Kern, der ein paar Jahre mitfährt, aber es kommen auch jährlich neue Gesichter dazu.

bonnFM: Was war euer schönster persönlicher Moment während einem der Austausche?

Birte: So ein Austausch ist eine unglaublich intensive Erfahrung. Man meint nicht, wie gut man innerhalb von zehn Tagen Menschen kennenlernen kann, wie sehr man sich ans Herz wachsen kann. Wir sprechen immer von der großen Bonn-Toulouse-Familie. Ganz besonders mag ich es, wenn die Toulouser nach Bonn kommen und man sich sehr auf einander gefreut hat, weil man sich zwei Wochen trennen musste. Das ist einfach eine unheimlich enge Bindung, die da entsteht und die auch anhält. Für Jahre entstehen da Freundschaften.

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