Super Mario erwacht zum Leben!

Von Viktoria Henke

Bild: Sarah Grazioli / pixelio.de
 

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Uni Tübingen wurde die Spielfigur Super Mario mit künstlicher Intelligenz ausgestattet.

Informatikstudenten der Uni Tübingen haben unserem Lieblingsitaliener Super Mario Leben eingehaucht. Der kleine sympathische Klempner in der blauen Latzhose kann jetzt reden, lernen, Entscheidungen treffen und sogar auf gewisse Art und Weise fühlen!

Ein selbstständiger Mario

Das Team um Professor Martin Putz am Lehrstuhl für “Kognitive Modellierung” hat das beliebte Spiel “Super Mario World” neu programmiert und Mario zu künstlicher Intelligenz verholfen. Das heißt, Mario kann jetzt unabhängig vom Spieler seine Abenteuer bestreiten. Denn künstliche Intelligenz bedeutet unter anderem, dass Mario lernen kann. Mario ist neugierig und erkundet seine Welt. Dabei lernt er zum Beispiel, dass ihn das Sammeln von Münzen glücklich macht. Anders ausgedrückt: Mario ist hungrig nach Münzen. Er richtet sich also nach seinen Bedürfnissen und lernt wie er diese befriedigt. Oder er erfährt, dass er auf den Kopf seiner Gegner springen muss, um gegen sie anzukommen. Diese Informationen speichert Mario dann in einer Datenbank ab und kann sie sich so für das nächste Mal “merken”. Ganz nach dem Motto “wenn ich das mache, passiert das und das”.

Eine Interaktion vom Spieler mit der Spielfigur ist aber immer noch möglich. So kann der Spieler mit Mario sprechen oder als sein Bruder Luigi mitspielen, um ihm so Tipps zu geben und Dinge beizubringen, damit Mario durch die verschiedenen Level kommt. Mario kann dabei dem Spieler sogar antworten und ihm zum Beispiel mitteilen, wie es um seine Gefühlslage steht.

Das Ziel des Projekts

Bei dem Projekt lernen die Studenten, wie eine Software selbst eigene Strategien entwickeln kann. Dieses Wissen kann nicht nur bei Computerspielen nützlich sein, sondern auch bei (Hilfs-)Robotern oder dabei, das menschliche Gehirn zu verstehen, dessen Eigenschaften durch das Programm nachgestellt werden sollen.

Mit dem Projekt nehmen die Studenten außerdem an einem Wettbewerb der “Association for the Advancement of Artificial Intelligence” (AAAI) teil. Hierfür haben sie ein Youtube-Video erstellt, in dem sie ihr Forschungsprojekt noch einmal selbst vorstellen.

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