Nach Verlängerung ausgeschieden

Von Sebastian Derix

Mit einem Sieg hätten die Telekom Baskets einen großen Schritt in Richtung Last32 des diesjährigen Eurocups gemacht. Trotz fünf Minuten Extrazeit haben sie ihre Chance nicht nutzen können. Tadas Klimavicius war mit 19 Punkten bester Bonner Werfer.

Foto: Sebastian Derix

Die Baskets waren bereit, um ihre Chance zu kämpfen. Von Beginn an waren sie im Spiel, gestatteten Paris keine hohe Führung. Probleme hatten sie in der Anfangsphase vor allem mit dem Ex-Bamberger Sharrod Ford. Der Big Man machte allein im ersten Viertel acht Punkte. Bonn aber verteilte sowohl Einsatzzeit, als auch Punkte relativ gleichmäßig. Nach zehn Minuten lagen die Baskets nur knapp hinten (19:17).

Es war eine sehr ausgeglichene Partie. Bonn ließ sich nicht abschütteln, schaffte es aber auch nicht, sich selbst eine Führung zu erarbeiten. Vor allem Ford bereitete den Baskets weiter Kopfzerbrechen. Auf Bonner Seite war es Tadas Klimavicius, der sich immer wieder schön durchsetzte. Kurz vor der Halbzeit gelang es den Hausherren dann doch, einen kleinen Abstand zwischen sich und die Bonner zu legen (35:29).

Kein Team kann sich absetzen

Überfallartig kamen die Baskets aus der Pause. Zwei Freiwürfe von Angelo Caloiaro und zwei Dreier von Benas Veikalas brachten die Bonner wieder heran. In der Eile hatten sie aber Ford vergessen. Der punktete munter weiter. Dann wieder Bonn mit Lawrence und Veikalas. Die Baskets holten sich tatsächlich wieder die Führung (45:47). Die mitgereisten Bonner Fans waren inzwischen nicht nur auf dem Fernsehschirm formatfüllend präsent. Aber da war ja noch wieder Sharrod Ford. Er war der einzige, den Bonn nicht in den Griff bekam. Trotzdem war weiter alles offen (53:53).

Das Momentum machte keine Anstalten, sich zeitnah für eine Richtung zu entscheiden. Mit einer besseren Freiwurfquote hätte Bonn auch verhindern können, dass sich Paris erneut leicht absetzen konnte. Der Crunchtime-Beauftragte, Angelo Caloiaro, sorgte gut zwei Minuten vor Schluss per Dreier dafür, dass beide Teams wieder gleichauf waren (68:68). Kurz darauf klaute er einen herrenlosen Ball und brachte Bonn wieder in Führung. Die war wieder weg, als Sane für Paris 3,7 Sekunden vor Schluss mit Foul einnetzte. Den fälligen Bonusfreiwurf setzte er daneben. 1,1 Sekunde blieb, Bonn hatte Einwurf. Die Baskets schafften es aber nicht, einen sicheren Wurf anzubringen. Verlängerung (70:70).

Paris braucht Overtime

Fünf Punkte in Folge brachten Paris scheinbar auf die Siegerstraße. Aber die Franzosen hatten die Rechnung ohne Mickey McConnell und Tadas Klimavivius gemacht. Noch einmal brachten sie die Baskets heran. Dann aber fällte das Momentum doch seine Entscheidung und schlug sich auf die französische Seite. Den direkten Vergleich nahm es gleich mit. Die Baskets verloren nach hartem Kampf mit 87:80.

19 Punkte von Tadas Klimavicius haben nicht gereicht, auch 18 von Benas Veikalas nicht. Zehn Assists und acht Punkte von Geno Lawrence waren ebenfalls zu wenig. Die Baskets sind aus dem Eurocup ausgeschieden. Das Spiel gegen Reggio Emilia am kommenden Mittwoch im Telekom Dome ist damit bedeutungslos.

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