Angespielt: NBA 2K15

Von Stephan Feldmann

Bild: © 2K Sports, Inc.

Am 10. Oktober 2014 erschien der neue Teil der Basketball-Reihe aus dem Hause 2K. Erstmals liegt das Hauptaugenmerk dabei auf der Umsetzung für die Next-Generation-Konsolen Playstation 4 und Xbox One. Grund genug, den Marktführer der virtuellen Basketballwelt einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bereits im letzten Jahr haben wir den Vorgänger NBA 2K14 für die Playstation 3 ausführlich getestet und sind dabei zu einem rundum zufrieden stellenden Ergebnis gekommen. In der Zwischenzeit gab es allerdings eine gravierende Veränderung in der Welt der Konsoleros: Die Next-Gen-Konsolen kamen auf den Markt und damit zugleich auch eine neue Version des Vorgängers NBA 2K14. Zwar gelang es 2K, das optisch ohnehin schon sehr gute Spiel nochmals zu optimieren, die sonst so oft angepriesene Liebe zum Detailin Verbindung mit dem Namen NBA2K blieb dabei aber auf der Strecke. Spielmodi wurden zum Teil ersatzlos gestrichen, die Menüs wirkten lieblos aus dem Boden gestampft und auch qualitativ blieb ein Spielupgrade im Vergleich zur Old-Genaus. All das soll sich mit NBA 2K15 grundlegend ändern.

Liebe zum Detail rückt wieder in den Vordergrund

Die Vorfreude wird zunächst aufgrund enorm langer Installationszeiten getrübt. Doch das Warten lohnt sich! Grafisch wurde das Spiel im Vergleich zu NBA 2K14 (PS4) nicht grundlegend überarbeitet. Dies liegt allerdings ganz einfach daran, dass 2K mit dem Vorgänger optisch bereits einen echten Meilenstein vorgelegt hat, der derzeit, wenn überhaupt, nur geringfügig verbessert werden kann. Dennoch wirkt die Grafik insgesamt nochmals verfeinert. Es fällt zudem sofort auf, dass die zuvor lieblosen Menüs überarbeitet wurden. Auch die gesamte Spielpräsentation wurde verbessert. So gibt es nun beispielsweise Halbzeitinterviews von und mit einzelnen Spielern in Originalton. Um den Langzeitspaß aufrecht zu erhalten, kann man wieder auf Spielmodi wie „Meine Liga“, „Mein GM“, „Meine Karriere“, „Mein Park“ und „Mein Team“ zurückgreifen. Zudem gibt es das neue 2KTV. Auch ohne revolutionierende Veränderungen fühlt sich das Gameplay im Vergleich zum Vorgänger authentischer und in sich stimmiger an. Das liegt vor allem am verbesserten Reboundverhalten der Spieler sowie an der Auswahl der Setplays der KIs, wodurch der Spielfluss realer wirkt. Hinzu kommen über 6000 neue Animationen: Abwechslung garantiert!

Kein Spiel für Basketball-Neulinge

Es gibt allerdings ein großes Manko, das den eingefleischten Basketball-Fan nicht weiter stören dürfte, bei einer Gesamtbewertung jedoch nicht missachtet werden darf: Die Spielereihe NBA 2K ist und bleibt, wie bereits sämtliche Jahre zuvor, alles andere als einsteigerfreundlich. Dabei gab es bislang sogenannte „Drill-Camps“,in denen Basketball-Neulinge sämtliche Moves erlernen konnten, die man benötigt, um auf dem Basketball-Court bestehen zu können. Diese waren jedoch absolut praxisfern und brachten Einsteigern kein grundlegendes Spielverständnis bei. Bei NBA 2K15 wurde diese Einstiegshilfenun durch Videos ersetzt. Ob diese Videos Basketball-Einsteigern das Leben allerdings tatsächlich erleichtern, wage ich stark zu bezweifeln.

Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass mit NBA 2K15 derzeit das mit Abstand beste Basketball-Spiel auf dem Markt gekommen ist, auch wenn revolutionierende Veränderungen mit Blick auf den Vorgänger NBA 2K14 ausbleiben. Gelegenheits-Zocker, die bereits den Vorgänger besitzen, können getrost auf einen Kauf verzichten. Basketball-Liebhaber kommen um einen Kauf allerdings nicht herum. NBA 2K15 ist der neue Meilenstein am virtuellen Basketball-Himmel.

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