Null zu eins

von Stephan Feldmann

Foto: Sebastian Derix

Die Telekom Baskets Bonn haben das erste Spiel im Playoff-Viertelfinale  der Beko BBL gegen ratiopharm Ulm mit 73:75 (24:20, 15:16, 24:17, 10:22) verloren. Massive offensive Aussetzer der Baskets im Schlussviertel kosten dabei, trotz einer zwischenzeitlichen 16 Punkte-Führung, den sicher geglaubten Sieg. Ratiopharm Ulm geht damit in der „Best-of-five“-Serie mit 1:0 in Führung.

Defensiv hui – Offensiv pfui

Beide Mannschaften taten sich zunächst schwer in die Partie zu kommen. Zwar verteidigten sowohl die Baskets als auch die Gäste aus Ulm ganz solide, offensiv fand jedoch kein Team seinen gewohnten Rhythmus (7:7, 5. Minute). Gegen Ende des ersten Viertels konnten sich die Bonner zunächst etwas absetzen, doch die Gäste hatten die passende Antwort parat und verkürzten (24:20, 10. Minute).

Na sind denn heute schon Playoffs?

Es folgte ein müdes zweites Viertel, das allein von der Spannung lebte. Spielerisch lief bei beiden Teams nicht viel zusammen. Folgerichtig gelang es auch keiner Mannschaft sich abzusetzen (26:26, 14. Minute). Kampf und Einsatz stimmten bei den Baskets allerdings. Vor allem defensiv schalteten die Hausherren nochmals einen Gang höher, doch offensiv wollte weiterhin nicht viel gelingen. Mit einer knappen Führung für die Baskets ging es in die Halbzeitpause (39:36, 20. Minute). Ein Buzzerbeater von Tadas Klimavicius,  gefühlt vom Edeka Parkplatz, sorgte für eine zwischenzeitliche sechs Punkte-Führung zur Halbzeit, doch die Unparteiischen entschieden nach Zuhilfenahme des Instant Replay-Tools auf nicht gültig.

Offensiv-Schalter im dritten Viertel umgelegt

Zu Beginn der zweiten Halbzeiten übernahmen die Baskets dann die Kontrolle über das Spiel. Angeführt von einem stark aufspielenden Eugene Lawrence bauten die Baskets konsequent ihre Führung aus (58:42, 17. Minute). Warum ausgerechnet in dieser Phase ‚Geno‘ Lawrence ausgewechselt werden musste, bleibt wohl ein Geheimnis des Bonner Trainers Mathias Fischer. Fortan konnten die Ulmer den Rückstand wieder etwas verkürzen. Dennoch gingen die Baskets mit einer zweistelligen Führung ins Schlussviertel (63:53, 30. Minute). 

Kollektivversagen und strittige Entscheidungen

Bonn hatte das Spiel vollkommen im Griff, doch dann folgte ein rabenschwarzes Viertel: Offensiv fand überhaupt keine Rotation mehr statt. Es wurden keine Plays mehr gelaufen. Stattdessen schien die Anweisung vielmehr zu lauten: Gib Ryan den Ball. Manchmal funktionierte diese ‚ausgefeilte‘ Spielanweisung… und manchmal eben nicht. Stück für Stück kämpften sich die Ulmer zurück ins Spiel (71:66, 37. Minute). Dennoch sah es zunächst so aus, als könnten die Baskets mit einem blauen Auge davon kommen und das Spiel für sich entscheiden. Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die in zwei technischen Fouls gegen die Baskets gipfelten, ließen die Partie dann vollkommen zugunsten der Gäste kippen. Zwar hatten die Baskets mit dem letzten Angriff sogar noch die Chance das Spiel für sich zu entscheiden, doch Steve Wachalskis Wurf von ‚Downtown’ verfehlte sein Ziel. Das Spiel endete mit 73:75 (40. Minute).

Bei den Telekom Baskets Bonn punkteten mit Angelo Caloiaro, Eugene Lawrence, Benas Veikalas, Tadas Klimavicius und Ryan Brooks gleich fünf Spieler zweistellig. Topscorer der Partie war jedoch Ulms Center und Ex-Bonner Tim Ohlbrecht mit 16 Punkten. Bereits am kommenden Samstag findet das zweite Spiel der Playoff-Serie statt. Der Hochball ist für 18.30 Uhr angesetzt.

 

 

 

bonnFM-Redaktion

die bonnFM-Redaktion!