Starke Offensivleistung reicht nicht

Von Sebastian Derix

Die Telekom Baskets haben beim Auswärtsspiel in München eine starke Leistung gezeigt. Sie zwangen den amtierenden Deutschen meister in der Verlängerung. Erst dann ging das Wurfglück verloren und die Bayern konnten sich absetzen. Tadas Klimavicius machte 22 Punkten.

Foto: Sebastian Derix

Dieses Mal verschliefen die Baskets den Start des Spiels nicht. Anders als in vielen Spielen der vergangenen Wochen schienen sie von Beginn an hellwach. Vor allem in der Offensive zeigten sie sich bestens aufgelegt. Defensive wurde dagegen bei beiden Mannschaften eher klein geschrieben. Das sollte auch bis zum Ende des Spiels so bleiben. Die Akzente wurden jeweils im Angriff gesetzt. Mit einer knappen Führung ging der Meister ins zweite Viertel (26:23).

Obwohl es kaum noch offensiver ging, brachte der zweiten Abschnitt noch mehr Punkte auf die Anzeigetafel. Die Bayern versuchten sich abzusetzten, schafften aber nicht, die Gäste vom Rhein abzuschütteln. Das Spiel war völlig ausgeglichen. Bonn hatte gehofft, dass die Gastgeber nach dem Euroleague-Spiel am Freitagabend und den Reisestrapazen nicht ganz fit sein könnten. Ermüdungserscheinungen zeigten die Bayern aber nicht. Zur Halbzeit stand es 57:53 für die Hausherren.

Starke Baskets bis zum Schluss

Die Baskets hatten in den ersten beiden Vierteln ordentlich Selbstvertrauen getankt. Nach der Pause bekamen die Bayern das zu spüren. Fünf erfolgreiche Dreier in Folge brachten den Bonnern sogar die zwischenzeitliche Führung zum Viertelende. Die Aufholjagd war von Erfolg gekrönt.

Allerdings schaffte es auch das Team von Mathias Fischer nicht, sich einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. München kämpfte sich zurück in die Partie. Gleichzeitig ging das Bonner Wurfglück langsam verloren. In Richtung Spielende gelang aus der Distanz immer weniger. Dennoch schafften es die Baskets, sich clever ihre Punkte zu erarbeiten. Nach 40 Minuten stand es 96:96 – Verlängerung.

Zwar konnte Geno Lawrence noch einmal für eine Führung der Baskets sorgen. Es sollte aber die letzte des Abends sein. Die Baskets verloren jetzt nur ein Wenig den Faden. Genau das nutzte der Deutsche Meister aus und setzte sich jetzt doch leicht ab. Am Ende Stand ein hart erkämpfter 112:107-Erfolg für München.

Klimavicius bester Werfer

Gleich sieben Baskets-Spieler punkteten in München zweistellig. Tadas Klimavicius war der erfolgreichste Werfer, er brachte es auf 22 Punkte bei fünf Rebounds. Ryan Brooks war für 19 Zähler verantwortlich, Mickey McConnell schrammte mit 15 Punkten und neun Assists nur knapp an einem Double-Double vorbei. Benas Veikalas und Angelo Caloiaro sorgten für je 12 Punkte, Geno Lawrence machte elf, bei sechs Assists und auch Dirk Mädrich reihte sich in die Riege der “Zweistelligen” ein (10).

Baskets-Coach Mathias Fischer hatte nach dem Spiel trotz der Niederlage nicht viel zu bemängeln: “Es war eine Partie, die auf Messers Schneide stand. Wir haben gut gekämpft und mitgehalten. Wir wollten schnell und aggressiv spielen und ein hohes Spieltempo erzeugen. Wenn man sich den Endstand mit der hohen Punktzahl anschaut, ist uns das wohl auch gut gelungen. Meine Mannschaft hat nie aufgegeben und immer gekämpft. Wir haben München heute zu viele zweite Chancen ermöglicht, diese einfachen Punkte haben uns sehr weh getan. McCalebb hat heute eine gute Partie mit 13 Assists gemacht. Für uns war es schwierig, ihn zu kontrollieren.”

Am Mittwoch steht für Bonn das wichtige Auswärtsspiel im Eurocup an. Für ein Weiterkommen wäre ein Auswärtssieg in Saragossa enorm hilfreich. Am kommenden Samstag empfangen die Baskets dann Hagen in eigener Halle. Hochball ist um 20.30 Uhr.

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