Wachalski on fire

Von Kevin Scheuren

Schwacher Start in die erste Halbzeit, schwacher Start in die zweite Halbzeit. Aber am Ende doch verdient gewonnen. So kann man das Spiel der Telekom Baskets Bonn zusammenfassen, die im 49. Duell der beiden Mannschaften den TBB Trier mit 88:71 besiegten. Steve Wachalski war mit 26 Punkten Top-Scorer der Partie und machte 8 von 10 Dreiern rein.

Foto: Sebastian Derix

Es war alles angerichtet für eines der geschichtsträchtigsten Spiele, die es in der Beko BBL Jahr für Jahr gibt. Der Telekom Dome war gut gefüllt (5.330 Zuschauer) und die Stimmung war prächtig vor dem Spiel zwischen den Telekom Baskets Bonn und TBB Trier. Baskets-Headcoach Mathias Fischer schickte die gewohnte Anfangsformation aufs Parkett: Veikalas, Caloiaro, Lawrence, Mädrich und Mangold. Bei den Gästen aus Trier starteten Mönninghoff, Anderson, Chikoko, Vrabac und Schmidt ins Spiel. Und es war ein Start, wie ihn die Fans der Baskets leider nur zu gut kennen in dieser Saison. Im ersten Viertel war für die Hausherren wie so oft nichts zu holen. Dementsprechend viel gestikulierte Coach Fischer an der Seite auch und versuchte seine Truppe ein ums andere Mal verbal aufzuwecken. Die Trierer machten es sehr abgeklärt und waren besonders von hinter der Dreierlinie sehr gut unterwegs. Mit einem 0:6-Lauf ging es aus Sicht der Bonner ins Spiel, erst nach etwas mehr als zweieinhalb Minuten konnte Dirk Mädrich die ersten Punkte für die Gastgeber machen. Bei den Gästen ging es dagegen weiter gut von der Hand, die Baskets ließen aber nich abreißen und hielten den Rückstand um die 9 Punkte herum. Es fehlte hier und da auch wieder das Wurfglück, ebenfalls etwas, das man in dieser Saison schon öfter hatte. Am Ende des ersten Viertels setzte Steve Wachalski mit einem Dreier den Schlusspunkt, der aber für das zweite Viertel als Initialzündung gewertet werden kann. (19:25)

Der zweite Durchgang gehörte dann ohne jeden Zweifel dem Baskets. Das Team präsentierte sich viel beständiger und setzte sich besser durch, auch unter dem Korb, denn die Rebounds wollten im ersten Viertel nicht so richtig bei den Baskets landen. Zu Beginn hatte Ryan Brooks etwas Pech, als sein Dreierversuch quasi schon im Korb war, aber nochmal schnell den Weg nach draußen suchte. Kein Problem, denn im Anschluss liefen die Bonner heiß. Klimavicius, Mädrich, Caloiaro – diese drei Männer sorgten nach 14 Minuten für die zweite Führung im Spiel, die die Bonner bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Ganz im Gegenteil, die Baskets bauten den Vorsprung aus, Eugene Lawrence per Dreier zum zwischenzeitlichen 38:31 nach knapp 17:30 Minuten. Die Trierer waren jetzt glückloser von hinter der Dreierlinie, ließen sich immer wieder zu Fehlern zwingen. Das Rebound-Duell zur Halbzeit ging an die Baskets mit 16:14 und Benas Veikalas sorgte mit einem Buzzerbeater für das 48:36, bei dem er auch noch ein Foul zog und die Zuschauer zufrieden in die Halbzeitpause schickte.

Trier kämpft sich ran, Bonn kämpft sie nieder

Im dritten Viertel kehrte dann kurzzeitig nochmal der Schlendrian ins Team der Telekom Baskets ein. So richtig wollte nichts gelingen. Defensiv ließ man sich zu oft vom Offensivdruck der Trierer einengen, vorne fielen weder die schweren, noch die einfachen Bälle. Die komfortable Führung, mit der die Hausherren in die Pause gingen, schmolz von Minute zu Minute. Besonders Laurynas Samenas schoss sich in Rage und holte 8 Punkte für den TBB Trier. Bei den Bonnern könnten vor allem Ryan Brooks und Tadas Klimavicius dafür sorgen, dass der Vorsprung nicht noch komplett aus der Hand gegeben wurde. Die letzten Punkte im dritten Durchgang erzielte Mickey McConnell, der wichtige Zähler gemacht hat, die die Bonner mit Schwung in das letzte Viertel katapultierten.

Im letzten Viertel kristallisierte sich dann der Mann des Abends heraus, der am Ende alle überragte. Sein Name? Steeeeeeeeeeeeeeeeeeeve Wachalski. 10 Dreierversuche schoss er, davon gingen 8 durch die Trierer Reuse, davon alleine 6 im letzten Durchgang. Wachalski zeigte, dass er sich das Selbstvertrauen erspielte und dann auch irgendwann die Routine Weg hatte und am Ende mit 26 Punkten nicht nur Top-Scorer der Partie wurde, sondern auch seine beste Punkteleistung in seiner Karriere aufs Parkett legte. Aber zu Beginn des letzten Viertels war es wieder Samenas, der den Bonnern nochmal das Schrecken lehrte…aber dann kam Steve. Die Bonner wussten zu jeder Zeit in der Vorwärtsbewegung, wo der beste Mann postiert war. Der durch Mickey McConnell gut in Szene gesetzt wurde und dann die Dinger auch reinjagte. Am Ende hieß es nach 40 Minuten verdient 88:71 für die Telekom Baskets Bonn, die sich in der Liga weiter nach oben arbeiten und gezeigt haben, dass sie sich aus schweren Situationen herauskämpfen können.

Weiter geht es für die Baskets bereits am Mittwoch im Eurocup. Um 19:30 Uhr empfängt das Team von Baskets-Coach Mathias Fischer die Brose Baskets Bamberg. Karten gibt es noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu erwerben.

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