Harmonie in Düsseldorf

Am 21. November spielten Alt-j in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Die Alternative-Pop Band mit den harmonischen Stimmen und Synthesizerklängen brachte das Publikum zum Tanzen und Entspannen.

Woher kommt das Dreieck?

Der Bandname Alt-j kommt von der englischen Mac-Tastaturkombination, die ein Delta darstellt. Bevor sie sich so nannten, hatten die Jungs die Namen Daljit Dhaliwal und The Films. Gegründet wurde die Band 2007 von Gwil Sainsbury, Joe Newman, Gus Unger-Hamilton und Thom Green; 2014 verließ Sainsbury die Band. Mit radiotauglichen Hits wie „Mathilda“ oder „Breezeblocks“ machten sie sich auch in der restlichen Musikwelt einen Namen. This is All Yours, der Nachfolger zu ihrem Debütalbum An Awesome Wave, erschien Ende September 2014.

Barfuß über die Bühne

Bevor es mit dem Konzert der vier in Düsseldorf losging, hatte die Elektro-Pop Vorband Hundreds aus Hamburg ihren Auftritt. Sie passte was den SciFi-Synthesizerklang und die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin Eva angeht, musikalisch sehr gut zu Alt-j. Barfuß schwebte sie über die Bühne und zappelte zum Takt. Sie und ihr Bruder haben Alt-j auf ihren drei Konzerten in Deutschland begleitet und den Abend mit einem etwa 30-minütigen Set eingeleitet.

Kurz aber schön

Obwohl Alt-j nur 120 Minuten spielte und nur wenig mit dem Publikum interagierte – mehr als ein „How are you doing?“ war ihnen nicht zu entlocken – schien ihre Spielfreude ungebrochen. Natürlich präsentierte die Band viele ihrer neuen Songs, ließ aber auch Fans der ersten Stunde nicht im Stich und spielte beispielsweise auch Taro. Ihre teils sehr komplexen Arrangements konnten sie auch auf der Bühne sehr gut umsetzen. Oftmals wechselten Sänger Joe Newman und Gitarrist/Bassist Cameron Knight die Instrumente. Generell wirkte es, als seien die beiden in der Lage, nicht nur Gitarre und Bass, sondern auch Synthesizer und Percussion zu bedienen.
Hervorzuheben ist außerdem die herausragende Lichtshow, die das Schaffen der Band mal melancholisch und an anderer Stelle rasant und rockig sehr anschaulich hinterlegte.

Der Großteil der Sitzplätze der Mitsubishi Electric Halle, die bei Großveranstaltungen bis zu 7500 Sitzplätze fasst, war abgehangen, was die Halle kleiner und gemütlicher machte. Konzert Besucher Tim sagte dazu: „Das Feeling in der Halle war atemberaubend und die Band sowieso!“, Meike ergänzte: „ Das war wohl das beste Konzert, welches ich seit Langem gesehen habe, aber es war leider etwas kurz und dafür sehr teuer.“

Weitere Informationen zu Alt-j und anstehenden Tourdaten findet ihr hier.

Kommentar verfassen