Arcade Fire begeistert ihr Publikum unter freiem Himmel

Am Freitagabend spielte die kanadische Indie-Band Arcade Fire im Rahmen ihrer „Infinite Content“-Tour am Kölner Tanzbrunnen. Das ausverkaufte Open-Air Konzert lockte 12.000 Fans an, die gar nicht genug bekommen konnten von der Band aus Montreal. bonnFM war für euch vor Ort und versorgt euch mit Fotos, damit ihr die Stimmung nacherleben könnt.

Instrumente werden auf die Bühne gebracht, die Lichter gehen an, der Jubel, den die Vorband auslöste, verstärkt sich um ein Vielfaches. Fans von Arcade Fire können es kaum erwarten – und da sind sie schon: Win Butler (Gitarre) und Régine Chassagne (Akkordeon, Drehleier), Tim Kingsbury (Bass), Richard Reed Parry (Gitarre), Will Butler (Bass), Sarah Neufeld (Violine), Marika Anthony-Shaw (Bratsche) und Jeremy Gara (Schlagzeug).

Wenige neue Songs

“Everything Now” heißt der erste Song, der gespielt wird. Es ist der Titelsong des neuen Albums, das am 28. Juli erscheinen soll. Eine Mischung aus den unterschiedlichsten Instrumenten, die spürbar aufeinander abgestimmt sind und deren Einsätze ineinander übergehen, macht den Moment des Auftritts vollkommen.
Für leidenschaftliche Fans der Band, war es sicherlich eine kleine Enttäuschung, dass die Band über den Abend hinweg nur wenige neue Songs aus dem neuen Album “Everything Now” spielten. Doch stattdessen präsentierte die Band eine Vielzahl von Klassikern wie „Here Comes the Night Time“. Der herzzerreißende Gesang des Sängers Win Butler schaffte es zwar nicht, wie gewollt, das ganze Publikum zum Singen zu bringen, doch selbst die größten Tanzmuffel mussten zum Takt der Musik mitgehen.

Gefühlvolle Songtexte

Eins der überzeugendsten Lieder war “Creature Comfort”. Ein Song über die Unzufriedenheit von Jungen und Mädchen mit sich selbst, ihrem Aussehen oder dem sozialen Umfeld. Die ersten Worte des Songs sind: „Some boys hate themselves, spend their lives resenting their fathers, some girls hate their bodies, stand in the mirror and wait for the feedback.“ Mit dem Wunsch, schmerzfrei zu sein, trifft der Songtext das Publikum auf eine sehr emotionale Weise. Doch die ausgelassene Stimmung des Konzerts konnte auch ein so emotionaler Song nicht trüben.

Hier gibts das Konzert als Fotostrecke, für all die, die am Freitag nicht dabei sein konnten:

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