Fehlstart ins neue Jahr

Die Telekom Baskets haben zum Auftakt der Rückrunde ihre Negativserie fortgesetzt. Im ersten Heimspiel des Jahres unterlagen die Bonn gegen Ulm mit 79:95. Kurz vor Beginn des Spiels präsentierten sie noch den erhofften Neuzugang: Der Amerikaner Sean Marshall wird das Team von Coach Carsten Pohl bis zum Saisonende auf der Position 3 verstärken. 

Die Baskets gingen zudem erstmals mit ihrem neuen Center Yancy Gates an den Start. Der Ersatz für den verletzten Tadas Klimavicius stand gleich in der Starting Five und setzte seine Masse unter den Körben ein. Zudem konnte auch der Langzeitverletzte Isaiah Philmore gegen seine alte Mannschaft wieder ins Geschehen eingreifen.

Insgesamt machten die Bonner das zu Beginn gut. Sie verteidigten härter, bewegten den Ball sicherer und spielten die Systeme geduldig aus. Konsequenz war, dass die Schießbude der Liga vorerst geschlossen war. Die Baskets kassierten bis zur Pause lediglich 36 Punkte. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Spielen im vergangenen Jahr. Nur dreimal verloren die Hausherren den Ball. Es schien, als seien die Fehler der Hinrunde Vergangenenheit.

Foto: Sebastian Derix

Foto: Sebastian Derix

Dass es nicht so war, zeigte sich dann recht schnell nach dem Pausentee. Zwar konnten die Baskets ihren knappen Halbzeitvorsprung (38:36) auf bis zu neun Punkte ausbauen. Dann aber verfielen sie in alte Muster, versuchten, mit dem Ulmer Tempo mitzuhalten – und scheiterten. Einige Fehler in der Offensive sorgten dafür, dass die Köpfe langsam runter gingen. Wie schon zuletzt lief es danach auch in der Verteidigung nicht mehr. Einige fragwürdige Pfiffe kamen dazu und schon waren die Gastgeber aus dem Konzept.

Ulm nutzte das clever aus, erkannte die Lücken und traf die oft freien Würfe. Sowohl Geno Lawrence, als auch Yancy Gates bekamen frühzeitig ihr fünftes Foul und mussten auf der Bank Platz nehmen. Das Spiel war gelaufen. Auch ein erneut starker Florian Koch, der zum Topscorer der Partie wurde (22 Punkte), konnte nicht verhindern, dass sein Team am Ende auch noch den direkten Vergleich abgeben musste. AllStar-MVP Per Günther netzte Sekunden vor Schluss den Dreier zum 16-Punkte-Sieg der Gäste ein.

Foto: Sebastian Derix

Foto: Sebastian Derix

Coach Pohl war folgerichtig ziemlich bedient: “Die Partie lässt sich auf die zweite Hälfte reduzieren, in der wir erschreckenderweise in alte Muster verfallen sind. Es war klar, dass Ulm besser laufen kann – da haben wir bei der Tempokontrolle zu wenig Disziplin gezeigt.” Gleichzeitig gab er aber ein Lob an seine Neuzugänge: “Sie haben ihre Sache gut gemacht und werden uns in Zukunft noch mehr von dem geben, was wir bisher vermisst haben.”

Weiter geht es für die Baskets am kommenden Sonntag. Dann empfangen sie die Crailsheim Merlins im Telekom Dome. Hochball am Sonntag ist dann um 17 Uhr.

Kommentar verfassen