Mehr Beton für Bonn!

Klingt komisch, ist aber durchaus sinnvoll: Denn ein Treffpunkt für die Bonner Skaterszene muss her! Die Initiative „Beton für Bonn” setzt sich für den Bau eines Betonskateparks auf dem Gelände der Bonner Rheinaue ein. Doch der ist ziemlich teuer. Hilfe von der Stadt ist nicht zu erwarten, denn bekanntlich fehlt Bonn das Geld an allen Ecken und Enden. Deshalb ist die Initiative auf sich allein gestellt. Wie sie das meistert? – Mit viel Leidenschaft und Geduld.

Ziel der Initiative „Beton für Bonn“ ist es, einen Beton-Skatepark auf einer der ungenutzten Tartan-Sportflächen in der Bonner Rheinaue zu realisieren, die eine Größe von 44 Meter × 22 Meter besitzt. Für die Umsetzung gilt es allerdings zunächst das nötige Kleingeld aufzutreiben. Denn ein solcher Skatepark ist nicht grade billig. Etwa 250.000 Euro sind für eine mögliche Umsetzung eingeplant worden, so Initiator Philipp Nehren, besser bekannt als Heinz. Ein Quadratmeter des Parks kostet rund 250 Euro. Einen Bauplan für den Beton-Skatepark gibt es sogar schon. Den können sich Interessierte auf der Facebook-Seite der Initiative schon jetzt zu Gemüte führen.

Warum brauchen wir in Bonn eigentlich einen Skatepark?

Zwar konnte bereits vor einigen Jahren mit der Initiative „Rettet die Rampe“ die Halfpipe in der Bonner Rheinaue gerettet werden, doch das ist nicht genug. Denn die Halfpipe bedient sozusagen nur einen Bruchteil der Skater-Szene. Denn die meisten Skater sind eher “street-lastig” unterwegs und können mit einer Halfpipe wenig anfangen, das heißt sie brauchen einen Platz mit ganz anderen Ansprüchen. Beim Umhören in der Bonner Szene fällt auf, dass ein Platz fehlt, wo die Jungs und Mädels in Ruhe skaten können, ohne von Anwohnern wegen der Straßenabnutzung oder anderen Gründen indirekt vertrieben zu werden. Auch ist die Qualität des Asphalts an vielen Orten nicht gegeben. Oftmals greifen die Bonner Skater aus der Not heraus auf Plätze wie den Vorplatz am Kaiserplatzbrunnen zurück, was mehr schlecht als recht den Namen „Alternative“ verdient. Ein neuer Treffpunkt muss also her!

Mühsam ernährt sich der Skatepark…

Bild: Stefan Neißen / bonnFM

Bild: Stefan Neißen / bonnFM

Finanziert werden muss das Ganze komplett durch Spenden, da die Stadt Bonn bekanntlich pleite ist. Doch auch die Stadt leistet ihren Teil, da sie dem Projekt zugesagt hat, das Grundstück zur Verfügung zu stellen. Vor allem durch Spendenveranstaltungen, direkte Spenden, Sponsoren und die Mitglieder des Skater-Vereins „Subculture Bonn e.V.“, sollen Gelder zusammengehamstert werden. Durch Einfallsreichtum und Zusammenhalt versucht die Szene ihr Ziel zu erreichen: So finden beispielsweise Konzerte, Partys oder andere Events unter dem Spendenmotto der Initiative statt, um den Traum vom Skatepark endlich in der Bonner Rheinaue zum Leben zu erwecken.

Wo kann ich Spenden oder mehr über die Initiative erfahren?

Nähere Infos zur Initiative gibt es unter beton.ganzgraph.de oder auf der Facebook-Seite.

 

Heinz zu Gast bei bonnFM: Hier geht’s zum Interview!