Wiedereröffnung der Kultpizzeria Cala-Dor – Das Revival einer Legende

Bild: Loki del Castillo / bonnFM

Cala-Dor feiert sein Revival in einer neuen Location in der Wesselstraße! bonnFM hat für euch geschaut, ob sich der Umzug eher positiv oder negativ auf die Kultpizzeria ausgewirkt hat.

Groß bist du geworden, Cala-Dor. Hast dich rausgeputzt. Den Staub von den Schultern geklopft.
Und während man eben diese – schmeichelhaft ausgedrückt – ästhetische Gelebtheit der Pizzeria durchaus vermissen kann, ist die große neue Location kein Rückschritt, denn die Atmosphäre bleibt.

Ist Cala-Dor noch Cala-Dor?

Erste Entwarnung: Die Pizza ist dieselbe geblieben. Die Preise auch. Das heißt, man nimmt weiterhin lieber keine Meeresfrüchte und der Rest ist vom Preis-/Leistungsverhältnis her sehr studentenfreundlich und partytauglich.
Cala-Dor steht jetzt gegenüber vom Carpe Noctem in der Wesselstraße und ist dort allein von der Location her ziemlich gut aufgehoben. Die Pizzeria ist insgesamt größer geworden. Man kann sich jetzt ins Cala-Dor reinsetzen, auf zwei Räume verteilt. Dafür hat die neue Niederlassung der Pizzeria kein offenes Fenster mehr, durch das man sich im „alten Cala-Dor“ immer Pizzen bestellen konnte.
Man kann also an der neuen Location gut und gerne bemängeln, dass sie in diesem Zustand zu herausgeputzt und groß aussehe. Im Prinzip ist diese Aussage aber gerade die Bestätigung des Kultes, den sich die kleine Pizzeria Cala-Dor mit ihrer zentralen Lage, niedrigen Preisen und kultigen Mitarbeitern via Mund-zu-Mund-Propaganda in Bonn verdient hat. Man mag die kleinere Niederlassung direkt am Hauptbahnhof vermissen, kann aber nicht verneinen, dass Cala-Dor immer noch alle Faktoren seines Kultes erhalten geblieben sind: Die neue Pizzeria ist 2 Minuten von ihrer alten Lage entfernt, die Pizzen sind gleich, die Mitarbeiter dieselben. Cala-Dor ist noch Cala-Dor.

Wie war der Andrang?

Die Kundenanzahl ist kurz nach der Wiedereröffnung überschaubar. Cala-Dor bleibt die Partypizzeria, die man nachts auf der Suche nach Verpflegung aufsucht wegen ihrer ewig langen Öffnungszeiten. Entsprechend zuversichtlich schaut Georgios Giatzitzoglou, der mit seinem Freund Tsousis Sotirios der Betreiber der Pizzeria ist, nach vorne und verweist auf den Erfolg der Abschiedsparty von der alten Location des Cala-Dor, wo eine konstant große Schlange mitten im Winter auf vergünstigte Pizzen wartete.
Schaut man sich an, wie sehr Cala-Dor in seinen knapp anderthalb Monaten Abwesenheit vermisst wurde und in welchen Tönen es von Kunden gelobt wird, kann man dem Statement des Betreibers keinen unangebrachten Optimismus vorwerfen.

Fazit

Unter’m Strich kann man also zusammenfassen: Endlich kann man nachts nach dem feiern in Bonn wieder ordentliche Pizzen zum kleinen Preis essen und somit bleibt Cala-Dor trotz Ortswechsel ein Bonner Original, das bereits seit 33 Jahren besteht. In diesen schweren Zeiten braucht man ja auch irgendwo Happy-Ends.

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