Ein Jubiläumskonzert der besonderen Art – Die Musical-Ikonen Pia Douwes und Uwe Kröger im Kölner Musical Dome

Der Kölner Musical Dome hat am Montagabend seinem Namen alle Ehre gemacht: Die zwei bekanntesten Musicaldarsteller im deutschen Sprachraum begingen zusammen ein Jubiläumskonzert der besonderen Art: 25 Jahre ist es her, dass sie gemeinsam bei der Welturaufführung des Musicals „Elisabeth“ in Wien auf der Bühne standen. 25 Jahre, seit die beiden mit diesem Musical berühmt geworden sind. Und vor allem, wie sie selbst betonen, 25 Jahre Bühnenpartnerschaft und Freundschaft, die sie mit der Tour „Das Traumpaar des Musicals: Uwe Kröger & Pia Douwes – 25 Jahre seit ‚Elisabeth‘“ feiern wollten.

In zehn Städten machte die Jubiläumstour Halt. Im Gepäck: viel Musik aus dem Musical „Elisabeth“, mit dem die beiden Darsteller zu Stars in der Musicalszene wurden. In diesem Musical, das die Geschichte der österreichischen Kaiserin Elisabeth realistischer erzählt als die bekannte Sissi-Filmtrilogie, verkörpert Pia Douwes die Kaiserin, die Zeit ihres Lebens vom „Tod“, gespielt durch Uwe Kröger, begleitet und umworben wird.

Gesang, Videos und Hintergrundinfos

Bestand die erste Hälfte des Konzerts in Köln ausschließlich aus Songs aus „Elisabeth“, folgten nach der Pause Lieder aus anderen Musicalproduktionen, bei denen die beiden im Laufe ihrer Karrieren auf der Bühne standen. Unterstützt von einer Band und einem Gesangsensemble bot der Abend ein rundes Programm, das durch Fotos und Videoeinspieler aus den letzten 25 Jahren ergänzt wurde. Die Moderationen der beiden Stars zogen sich zwar teilweise etwas in die Länge, boten aber gleichzeitig nette Anekdoten zu den jeweiligen Produktionen und spiegelten das freundschaftliche und vertraute Verhältnis der beiden wider.

Szenefoto aus “Elisabeth”.
Bild: Brinkenhoff Moegenburg

Ein ungleiches Duo

Pia Douwes überzeugte mit großartiger Stimme und Authentizität auf der Bühne. Ihr gelang es binnen Sekunden, die Zuschauer in den Bann der jeweiligen Lieder und Musicals, die sie sang, zu ziehen. Sie wirkte natürlich und zeigt keinerlei Starallüren, die letzten 25 Jahre scheinen in vielerlei Hinsicht keine Spuren hinterlassen zu haben. Anders leider bei Uwe Kröger: Ob es an einer akuten Erkältung oder an stimmlichen Verschleißerscheinungen lag; Kröger war stimmlich schwach. Er konnte Töne nicht halten oder traf Terzen daneben. Dies fällt neben einer brillanten Pia Douwes umso mehr auf, sodass ein Abend mit toller Musik und einem ungleichen, aber freundschaftlich verbundenem Duo in Erinnerung bleibt.

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