Du bist mir ein Früchtchen, Juicy Beats!

Das Juicy Beats-Festival lockte am Wochenende sowohl Fans der Musikrichtungen House, Techno, Indie, Trap, Rap, Rock, Funk als auch von Afro-Beats an. Somit war wohl für jeden der 47.000 Besucher, die sich auf den Weg in den Westfalenpark in Dortmund gemacht hatten, was dabei. bonnFM hat sich ebenfalls unter das gutgelaunte und bunte Festivalpublikum gemischt.

Am Freitag ging das zweitägige Festival los, schon ganz früh war besonders die Mainstage gut besucht. Dort wurden die Bands Fünf Sterne Deluxe, SSIO oder auch Cro, der noch bis zum Abend hin mit großer Vorfreude erwartet wurde, mit viel Applaus empfangen. Selbst die Festivalbesucher, die den Nachmittag über sich die Musik auf ihrer Picknickdecke aus dem Hintergrund anhörten, mussten spätestens bei Cro, der erst auftrat, nachdem die Sonne untergegangen war, ihren Blick zur Bühne richten.

Cro sagt Hallo statt Bye Bye

Als das erste Lied zu hören war, sah man, dass die Bühne zweigeteilt ist: unten die Band mit ihren Instrumenten und oben auf einer Empore der Rapper Cro. Mit sowohl neueren, als auch älteren Liedern wie „Bye Bye“, brachte die Band ihr Publikum zum Mitsingen. Doch für einen der bekanntesten Band-Auftritte dieses Festivals hat sich so manch einer noch mehr erwartet. Vermutlich lag das daran, dass alle von dem Feuerwerk unter der Empore und von seiner Maske, die das erste Mal komplett weiß war, abgelenkt wurden.
Nach den Auftritten der Bands wurde es vor den Bühnen leerer und die Besucher suchten Bierstände oder Silent-Partys auf, bei denen mittels Kopfhörern den DJs zugehört werden konnte.

Der Samstag bringt einen Banger nach dem anderen

Bild: Franziska Venjakob / bonnFM

Bild: Franziska Venjakob / bonnFM

Am Samstag gab es nun mit sieben Bühnen und mehrere Floors, noch mehr Orte, an denen sich die vielen Festivalbesucher verteilen konnten. Ganz vorn mit dabei die Apfel-Bühne oder auch Mainstage genannt, auf denen nach Swiss und die Andern als zweite Band Frittenbude auftrat.
Statt mit einer großen geplanten Bühnenshow überzeugten sie ganz typisch mit ihren Instrumenten und Musiktexten, in denen sie zeigen, dass sie mit Selbstironie und Gesellschaftskritik umzugehen wissen. Spätestens beim schon etwas älteren Lied mit dem Titel „Mindestens in 1000 Jahren“, sangen die ersten Reihen ganz laut mit.
In der halbstündigen Pause sehnte sich so manch einer nach einer Abkühlung. Gerade im Publikum vor den großen Bühnen, wo es zum Abend hin immer enger wurde, war ein kaltes Bier sehr beliebt. Vor der Bühne hörte man Männer, die sich lustig machten, welches Glück man doch habe, im Gegensatz zu den Besuchern des Parookaville Festivals am letzten Wochenende, bei dem es so viel geregnet hatte…

OK KID überzeugt mit jedem Lied

Auf der 2nd Mainstage, die durch zwei Himbeeren gekennzeichnet war, spielten als nächstes OK KID, eine deutschsprachige Indie-Gruppe. Besonders schön war bei ihrem Auftritt der Moment, in dem der Sänger Jonas Schubert die Bühne verließ und sich direkt vor das Publikum stellte und sie zum Singen aufforderte. Bei dem Lied „Grundlos“, dessen Refrain in einem Instrumentensolo endete, stürzte er sich ins Publikum und ließ sich eine Weile von ihnen tragen, was sich bei der Vielzahl von weiblichen Fans in den ersten Reihen, als gar nicht so einfach erwies. Völlig durchgeschwitzt und sichtlich überglücklich, verließ die Band nach einer Zusage mit dem Lied „Verschwende mich“ die Bühne.

Das Highlight für viele Besucher: Trailerpark

Bild: Franziska Venjakob / bonnFM

Bild: Franziska Venjakob / bonnFM

Auf der Mainstage ging es währenddessen weiter mit den Bands Bilderbuch und SDP.
Es versammelten sich dort immer mehr Festivalbesucher und spätestens als Trailerpark auf die Bühne kamen, war die Rasenfläche vor der großen Bühne bis zum Rand gefüllt. Keine Band vorher schaffte es bei dem Gang auf die Bühne so viele Stimmen aus dem Publikum zum Schreien zu bringen. Ein guter Abschluss für das zuvor doch sonst eher friedliche und entspannte Festival. Mit Liedern wie „Falsche Band“ und „Bleib in der Schule“ haben sie wohl so einigen aus der Seele gesprochen, die nun ihre Anerkennung durch das synchrone Wippen ihrer Arme zur Musik zeigten.

Zusammengefasst war das Juicy Beats ein bunter Obstkorb an unterschiedlichen Musikrichtungen und Bands in einem sehr schönen Park, das durchaus einen Besuch lohnt. Der Vorverkauf für das nächste Jahr hat übrigens schon begonnen.

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