Et jitt Kasalla!

Nach der unglaublich erfolgreichen Kasallarena in Köln begeisterten Kasalla die Fans nun auch am 1.10 im Brückenforum Bonn . Mit überzeugender kölscher Musik brachten sie das Publikum knapp 2 Stunden in Stimmung und zeigten, dass sie mehr als nur eine Karnevalsband sind. bonnFM war für euch live vor Ort.

Den meisten ist die kölsche Band Kasalla wahrscheinlich durch Songs wie ,,Pirate‘‘ oder ,,Stadt met K‘‘ bekannt, die automatisch mit Karneval verbunden werden. Doch dass sie auch abseits der fünften Jahreszeit für volle Hallen sorgen können, zeigten sie am 9. und 10.9. in der Lanxess Arena, wo sie ihr 5-jähriges Jubiläum feierten. Zwar scheinen fünf Jahre für eine Band erst mal nicht viel, doch wenn man sich die Geschichte der fünf Jungs um Gründer Flo Peil so anschaut, merkt man, wie viel in ihnen steckt.

Zu Besuch in Bonn

Bild: Ingo Firley | General-Anzeiger

Bild: Ingo Firley | General-Anzeiger

Kasalla spiegeln mit ihren eingängigen Rock-Pop-Melodien und kölschen Texten das kölsche Lebensgefühl wieder, aber auch Bonn lässt sich davon nur zu gerne anstecken. Ins Brückenforum Bonn passen mit knapp 1000 Plätzen zwar nicht einmal ansatzweise so viele Fans wie in die Lanxess Arena, doch herrschte dadurch gleich eine familiäre Atmosphäre und man war ganz nah dran. Pünktlich um 20h betraten die Fünf also mit ihren charakteristischen Outfits die Bühne und begannen mit ,,Kumm mer lääve‘‘, was alle eingefleischten Fans direkt zum mitsingen animierte. Nach den ersten paar Liedern wurde allerdings deutlich, dass es etwas schwierig werden sollte, alle mit ins Boot zu holen. Besonders die etwas Älteren des durchaus gemischten Publikums wirkten zum Teil etwas fehl am Platz und konnten nur schwer zum Schunkeln angeregt werden. Auch die ganz Jungen sahen ein wenig unsicher aus und schienen nur die bekanntesten Lieder zu kennen. Es gab aber auch zahlreiche Fans, die jede Songzeile mitsingen konnten und Sänger Basti tatkräftig unterstützten. Nicht gerade wenige beklagten sich am Ende glücklich, aber heiser über ihre angeschlagenen Stimmbänder und schmerzenden Oberarme. Besonders zu ,,Lecker, Lecker‘‘ wurde sogar der letzte im Publikum zum mitmachen ermuntert, als Gitarrist Basti die passende Armbewegung zum Refrain vormachte.

Zugabe ist ein Muss

Bild: Ingo Firley | General-Anzeiger

Bild: Ingo Firley | General-Anzeiger

Nach einem rund 1,5 Stunden langen Querschnitt ihrer Songs verabschiedeten sich Kasalla mit ,,Leed för Tschö ze saare‘‘ von ihrem Publikum. Aber Kasalla wären nicht Kasalla, wenn sie nach langen ,,Zuagbe!‘‘-Rufen nicht noch einmal auf die Bühne gekommen wären. Während die Jungs sich noch bereit machten, stimmten die Fans bereits das berühmte ,,Schalalalala, Schalalala, Schalalala‘‘ aus ,,Stadt met K‘‘ an, worauf die fünf begeistert einstiegen. Ein kleines Highlight für jeden Kasalla-Fan war definitiv der Moment, als Sänger Basti ins Publikum sprang und durch die Menge laufend weiter performte. Doch nach ,,Bütz mich‘‘ und ,,Mer sinn uns widder‘‘ war auch die Zugabe zu Ende und die Lichter gingen wieder an.

Bei diesem Konzert zeigte die kölsche Rockband Kasalla wieder einmal, dass sie nicht nur im Karneval für ausgelassene Stimmung sorgen können. Auch wenn der Anfang etwas schwierig war, schafften sie es doch mit ihren eingängigen Songs und der Bühnenperformance alle mitzureißen. Die fünf Musiker wandten sich oft auch direkt ans Publikum und zeigten sich dankbar für ihren Erfolg und ihre Fans, die sie so weit gebracht haben. Trotz ihres rasanten Aufstiegs in den letzten Jahren sind sie am Boden geblieben und nahmen sich trotz des Kölnmarathons am nächsten Tag noch Zeit, um nach dem Konzert mit den Fans für Fotos zu posieren und Autogramme zu schreiben. Eine Band zum Anfassen!

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