Bosse und Band machen Palladium zur Engtanz-Party

Köln. Wenn Bosse und seine Band auftreten, heißt es hüpfen, tanzen und sich richtig wohl fühlen. So erging es auch den 4000 Konzertbesuchern am Freitagabend  im ausverkauften Kölner Palladium.

Ein Abend in Wohnzimmer-Atmosphäre

„Aki“ Bosse versteht es mit seiner unnachahmlich liebevollen Art, die Fans mitzureißen und dabei so richtig Stimmung zu machen. Nicht umsonst gilt er als einer der besten Live-Künstler Deutschlands und das zeigen auch die Besucherzahlen. Bosse und seine Band, die im Rahmen der Engtanz Tour unterwegs sind, spielen noch in Bremen, München, Stuttgart, Hannover und Berlin vor ausverkauftem Haus. Das hat auch einen Grund. Bosse feiert mit seinen Gästen ein Fest, nicht irgendwo im öffentlichen Tanzbereich, sondern viel mehr im eigenen Wohnzimmer mit dem Charme einer Gartenparty. Der Künstler berührt und begeistert mit gut konstruierten Texten und einen unbezwingbaren Elan. Bosse vermittelt dem Zuhörer das Gefühl, als hätten die Lieder gerade erst ihren Weg auf das Notenblatt gefunden. Das textsichere Publikum im Palladium, welches eine gute Breite aller Generationen abdeckte, verschmolz so zu einer Gemeinschaft, die ihren Höhepunkt fand, als „Aki“ ein Bad in der Menge nahm und sich zum Anfassen nah seinen Weg durch den Saal sang. Spätestens hier ist klar, der Zuschauer kann noch so einen schlechten Tag gehabt haben, er wird einfach mitgerissen und lässt der Gänsehaut freien Lauf. Ein Konzert des gebürtigen Braunschweigers lädt daher nicht nur ein, über das Leben zu sinnieren, sondern behält vor allem die bestimmte Leichtigkeit.

Bosse und Band spielten das Publikum glücklich

Der zweistündige Auftritt begann pünktlich mit der aktuellen Single „Außerhalb der Zeit“ und endete ganz in „Bosse Manier“ im glitzernden Konfettiregen und dem Song „Kraniche“. Lieder wie „Steine“, „Dein Hurra“, „Nachttischlampe“ und „Immer so Lieben“ aus dem aktuellen Album „Engtanz“, das nach Veröffentlichung Platz Eins der Album Charts erstürmte, bildeten den Leitfaden des Konzerts. Das Bosse nicht nur Party kann, bewies er auch mit seinen akustisch gestimmten Liedern, die er unter dem Motto Leise Landung in den Abend eingestreut hatte. Da wurden aus Songs wie „Istanbul“, die sonst für ihr schnelles Tempo bekannt sind, andächtig gefühlvolle Balladen. Für den Wiedererkennungswert sorgten bekannte Lieder wie „So oder so“, „Du federst“, „3 Millionen“, „Frankfurt Oder“ und „Schönste Zeit“. Rundum war es eine Zeitreise durch die letzten vier Studioalben und auch ein bisschen durch Bosses Leben. Zu seinen Songs gab der 36-Jährige daher auch lustige und ernste Anekdoten zum besten, wie der einjährige Familienaufenthalt in Istanbul, sein Scheideweg vor dem Album „Taxi“ oder eine Liebesgesichte aus der Jugend.

Nicht zu vergessen bleibt noch die Berliner Vorband KEØMA, von Bosse selbst angekündigt, die das Publikum mit ruhigen Popsongs eine halbe Stunde lang auf den Partyabend einstimmte.