Die grüne Invasion

Der Rapper mit der grünen Maske vom Mars ist zurück. Am Dienstag feierte Marsimoto seine größte Solo-Show aller Zeiten, vor rund 3500 Fans im Kölner Palladium. Mit seinem neuen Album „Ring der Nebelungen“ tourt der Rapper derzeit durch Deutschland. Es war ein energiegeladener Abend, bei dem das Publikum immer wieder in völlige Ekstase versetzt wurde.

Bevor Marsimoto die Bühne betrat, heizten zwei Support-Acts die Stimmung ordentlich ein. Die beiden DJs Dead Rabbit und Kid Simius legten Beats auf, die bereits nach wenigen Sekunden alle Zuschauer zum Tanzen brachten. Während der kurzen Einlagen machte sich der Hip-Hop Star Marteria, der Marsimoto sein Alter Ego nennt, im Backstage ausgiebig warm.

Jeder im Palladium in Bewegung

Nach kurzer Umbauphase trat Marsimoto auf die Bühne. Der tosende Jubel der Fans wollte nicht aufhören. Mit dem Hit des neuen Albums „Illegalize It“ begann er die Show. In dem fordert er die Polizei auf, alle Kiffer festzunehmen, da mittlerweile zu viele Menschen nach einem Joint greifen würden. Anschließend folgte der Song „Tijuana Flow“, der zu dem süßlichen Duft im Palladium passte, der während des gesamten Konzertes in der Konzerthalle lag.

Früh fiel auf, dass Marsimoto zwischen den Songs keine großen Reden hält. Nach 20 Minuten hatte der Rapper mit der Heliumstimme schon 7 Songs abgespult. Neben dem neuen Album präsentierte Marsimoto auch viele alte Songs wie „Indianer“ oder „Grüner Samt“. Im Unterschied zu den Album-Versionen unterlegt der Rapper seine Hits bei Live-Auftritten mit noch mehr basslastigen und tanzbaren Beats. Keiner im Palladium stand bei diesen Einlagen noch still.

Anderthalb Stunden spektakuläre Show

Ein paar Längen hatte die Show, als Marsimoto seine ruhigeren Songs zum Besten gab. Doch auch in diesen Momenten wippten die Fans ihre Arme mit. Nach anderthalb Stunden inklusive einer Zugabe war das Konzert dann zu Ende. Mit den Worten „Das war`s, ich muss zurück zum Mars!“ verabschiedete sich Marsimoto von seinen Fans. Nach dieser fulminanten Show wird der ein oder andere Besucher auch etwas gebraucht haben, um wieder auf der Erde anzukommen.