Premiere bei der Feier der Absolventen

Am Samstag fand das 13. Bonner Universitätsfest statt, die Absolventenfeier für alle Studierenden, die ihren Abschluss im Studienjahr 2016/17 gemacht haben. Eine Premiere, denn die Location war zum ersten Mal der Telekom-Dome statt einem Festzelt auf der Hofgartenwiese. Leider war nicht alles positiv.

Gut organisiert, klasse umgesetzt

Mit dem beeindruckenden Einmarsch der 1.149 Absolventen und Absolventinnen aus insgesamt 52 Nationen begann die zeremonielle Abschlussfeier, die traditionell mit dem Hütewerfen endet. Nach Fakultäten sortiert zogen die Studenten im schwarzen Talar und mit einer Schärpe in Fakultätsfarbe in die Arena ein. Vor jeder Fakultät gab es dabei einen kurzen Vorstellungsfilm. Außerdem wurde der Innenraum der Arena durch farbliche Scheinwerfer in die Farbe der Fakultät getaucht.

Mangelnder Respekt vor Organisatoren und Rednern

Nach dem Einmarsch begannen die Reden von Rektor Prof. Dr. Hoch, Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Festredner Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP, Alumnus , seit Freitag neuer NRW-Wirtschaftsminister; Anm. d. Red.) und dem Asta-Vorsitzenden Simon Merkt. Leider schafften es die Absolventen nicht, länger als zwanzig Minuten auf ihren Plätzen zu verweilen und erhoben sich nach der Eröffnungsrede. Viele Gäste und Absolventen fühlten sich durch den andauernden Durchgangsverkehr gestört. „Ich habe gedacht, ich bin auf einem Bahnhof“, sagte eine Mutter im Anschluss an die Veranstaltung. Dazu störte der Lärm vom oberen Rundgang die Atmosphäre nachhaltig und weiter oben waren die Redner zwischendurch nur schwer zu verstehen.

Schade, dass es so laufen musste, denn die Veranstaltung ist schließlich nur dazu gedacht, die Leistung der Studenten zu ehren und ist in dieser Form nur an wenigen Universitäten in Deutschland zu finden.

Ein bisschen Kritik muss sein

Die Anfahrt mit dem PKW gestaltete sich zum Teil recht schwierig. Vor dem Basketsring stauten sich gegen halb zehn die Autos der Besucher. Das hatte unter anderem Hupkonzerte und schlechte Laune zur Folge. Außerdem gab es ab und zu kleine Rückkopplungen der Mikrofonanlage und mitten in der Rede von Herrn Prof. Dr. Hoch ging plötzlich ein Feueralarm einer Notausgangstür an. Aber das sind Kleinigkeiten, die mit Erfahrung ausgebügelt werden können.

Man darf darauf hoffen, dass die nächste Absolventenfeier auch wieder im Telekom-Dome stattfindet. Eine solche Location sei auch den kommenden Absolventen gegönnt.

1 Kommentare

  1. Dem Kommentar kann ich mich nur anschließen. Die Feier war an sich wunderschön gestaltet und deutlich lockerer, als ich (Mutter eines Absolventen) das erwartet hatte. Das ständige herumgerenne war allerdings wirklich nervig und störend und zeigt meiner Meinung nach auch fehlenden Respekt. Allerdings waren es deutlich weniger Absolventen und mehr Eltern bzw. andere Begleitpersonen, die ständig aufstanden und herumliefen und dann auch noch der Meinung waren, sich mit belegten Brötchen und offenen Kaffebechern wieder in ihre Sitzreihen zurück begeben zu müssen. Die Redner waren im Oberrang teilweise etwas schwierig zu verstehen. Davon abgesehen war die Location gut gewählt. In den Einladungen statt zuvor eindeutig drin dass 9:30 BEGINN sei und man bitte zeitig anreisen möge, da viele Gäste erwartet würden. Wir haben uns dann bei Google Maps über den Telekom Dome informiert, die Parkplatz situation erkannt und sind so gefahren, dass wir um 8:30 bereits dort eingetroffen sind. Wir haben gut einen Parkplatz gefunden und auch bei der Abfahrt keine Schwieirigkeiten gehabt. Wenn man natürlich auf den letzten Drücker kommt muss man sich über ein bißchen Stau nicht wundern.

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