Revolution durch Musik

Bild: Manfred Werner - Tsui (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Abwechslungsreiche Musik, gutes Wetter und eine politische Botschaft – Konstantin Wecker begeisterte seine Zuhörer und fordert sie auf, politisch ihren Mann zu stehen.

Am 11.07. startete die Konzertreihe „Kunst!Rasen“ in eine neue Runde – diesmal mit dem Münchener Künstler Konstantin Wecker, einer der bekanntesten deutschen Liedermacher neben Reinhard Mey und Hannes Wader.

Für jeden was dabei

Während sich Sido, Mark Foster und Jan Delay eher an ein jüngeres Klientel richten, nimmt Wecker sowohl die ältere als auch jüngere Generation des „Kunst!Rasen“-Publikums mit.
Dies schafft er unter anderem durch die Vielschichtigkeit seiner Musik: Er und seine Band bedienen sich einer ganzen Bandbreite an Instrumenten. Neben dem obligatorischen Klavier besteht das musikalische Equipment unter anderem aus Cello, Schlagzeug, Gitarren, Mandoline und sogar Tablets und Smartphones, mit deren Apps Melodien produziert werden. Diese Diversität spiegelt sich wiederum in der Musik wieder.

Unbequeme Themen

Die Atmosphäre ist angenehm entspannt. Passend zum Lied „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ lässt sich dann auch die Sonne blicken und verleiht dem Ambiente den letzten Anstrich. Dabei werden Themen angesprochen, die alles andere als entspannt sind.
Mit seiner Tournee ‚Revolution‘ setzt Wecker vor allem ein politisches Statement. Während des Konzertes bringt er seine Überzeugung von Anarchie zum Ausdruck, die er bis heute beibehalten hat. Seine Lieder erzählen nicht nur aus seinem privaten Leben, sondern enthalten auch system- und gesellschaftskritische Themen. Dabei haben seine Songs – teilweise vor circa 30 Jahren geschrieben – auch heute noch einen Aktualitätsbezug. Seine Kritik reicht vom inflationären Smartphone-Gebrauch, der sozialen Ungerechtigkeit, dem Aufstarken der Rechten bis hin zu Deutschlans Waffenexporten und zur Flüchtlingskrise. Dabei versucht er seine Zuhörer mit ins Boot zu holen, indem er sie beispielsweise dazu ermutigt gegen Nazis aufzustehen. Den Zuschauern jedenfalls gefällt es.

Die Musik regt zum Denken an, aber auch zum Genießen. Harter Tobak vermittelt durch sanfte Balladen oder auch durch funkige Melodien, verpackt mit Anekdoten und Gedichten zwischen den Songs. Tobak, der uns alle – generationsübergreifend – etwas angeht.

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