Der bonnFM-Festivalsommer: Die ROCKAUE bringt frischen Wind nach Bonn

Zum ersten Mal fand am 11. Juli das Rockaue-Festival in der schönen grünen Rheinaue statt. Auf vier in der beliebten Landschaftsoase verteilten Bühnen konnten tausende Zuschauer die bunte Mischung aus Pop, Elektro, Rock und Metal genießen.

Testdurchlauf Numero eins: Läuft.

Obwohl das Festival in diesem Format noch nie so stattgefunden hat, konnten sich die Veranstalter im Vorverkauf bereits über mehr als 7000 verkaufte Tickets freuen. Dabei lockten besonders die Headliner Jennifer Rostock, Maxim, Schandmaul und Felix Jaehn das Publikum an. Aber auch die Stimmung auf dem Festivalgelände war grandios und trotz der ein oder anderen lichten Besucher-Stelle verbreitete sich ein wahres Festivalfeeling, das sonst nur auf noch größeren Veranstaltungen zu vermuten ist. Da durfte natürlich auch nicht der obligatorische Bungee-Jump Kran fehlen, dessen Aussicht übrigens ein echter Genuss war. Hier ein visueller Geschmack von dem spektakulären Panoramaausblick.

Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

Stage-Diving und Rock’n’Roll

Blackout Problems - Bild: Thomas Frerix / bonnFM

Blackout Problems – Bild: Thomas Frerix / bonnFM

Wenn die Kabel der Mikros kürzer wären, ginge das nicht: Blackout Problems fühlten sich den Zuhörern besonders nah und wollten von der für sie ungewohnt großen Bühne herunterkommen. So spielten sie einen Song direkt umringt von begeisterten Zuschauern, die es kaum fassen konnten, dass sie die Band auf dem Festival hautnah erleben durften. Ein kurzer Stage-Diving Trip war dem durchgeschwitzten Sänger ebenfalls möglich.
Eine Band, die so komplett aus der Reihe zu tanzen schien, war das deutsche Rock’n’Roll-Ensemble Boppin’B. In den 1980er gegründet, haben sie auch auf der Rockaue so einige Zuschauer das Tanzbein schwingen lassen. Dynamisch und rockig zugleich wirkten nicht nur die Mikrophone, sondern auch die Musik, die stark an die Zeiten von Elivs Presley erinnerte. Die tiefe, soulige Stimme des Leadsängers und die warmen Saxophon- und Kontrabassklänge trugen zu der Assoziation mit gutem 1950er Sound aber natürlich ebenfalls einiges bei.

Tattoo Overload vs. Electromucke

Jennifer Rostock - Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

Jennifer Rostock – Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

So mancher Fan und Festivalgänger schmückt sich heutzutage mit dauerhaften Mustern auf der Haut, aber auch die Künstler zeigten ihre Tattoos stolz mit viel freier Haut. Paradebeispiel ist natürlich Jennifer Rostock, die auch auf der Rockaue ihrem freizügigen Image gerecht wurde. Mit viel Konfetti und bunten Lichtern begann die Show. In Neon-Bikini und Turnschuhen bekleidet stellte sie ihren mit Tattoos überladenen, durchtrainierten Körper tanzend und energisch zur Schau. Dabei lud sie ihre Hörerschaft ein, mit ihr auf einen Feigling-Shot anzustoßen, während sie es auf der Bühne mehrfach vormachte.

Felix Jaehn - Bild: Thomas Frerix / bonnFM

Felix Jaehn – Bild: Thomas Frerix / bonnFM

Ganz und gar nicht alkoholisiert dürfte bei seinem Auftritt der junge DJ Felix Jaehn gewesen sein. Kurz nach der Mittagspause legte der seine inzwischen bekannten Tracks auf und heizte der Party richtig ein. Trotz der frühen Stunde war auch seine Stage gut umlagert und weitaus mehr als nur Hintergrundgeräusch für alle schattensuchenden Besucher.

Was gibt´s denn da zu Meckern?

Auf der Facebookseite des Events gibt es zwar schon wieder Meckerer, die sich über das teure Essen und Trinken sowie das mangelnde Angebot an Sanitäranlagen beschweren. Doch für ein erstes Festival, das zudem im Vorverkauf lediglich 9,90 Euro gekostet hat, kann sich meiner Meinung nach niemand über die traumhaften Festivaltemperaturen und das musikalische Angebot beklagen. In den heißen Stunden vor dem Sonnenuntergang war vor jeder Bühne ein Wasserschlauch bereitgestellt, der recht häufig seinen Einsatz fand. Jeder, der eine frische Abkühlung wollte, konnte diese also unverzüglich in Form eines Feuerwehr-Strahlers erhalten.

 

Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

Bild: Rebecca Theinert / bonnFM

 

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