Surfen auf der Welle der Sunset Sons

Es ist eine Geschichte wie sie niemand schöner schreiben kann: Rory, Pete, Jed und Rob lernen sich an der Südküste Frankreichs beim Wellenreiten kennen und beschließen, eine Band zu gründen. Die Vier aus England und Australien beginnen 2013 mit ein paar Cover-Abenden und schnell werden Plattenfirmen auf die Jungs aufmerksam. Nun sind die Indie-Rocker mit ihrem ersten Album „Very Rarely Say Die“ auf Tour und machten dabei auch in der Kantine in Köln Halt.

Spätestens nach der letzten Imagine Dragons-Tour im vergangenen Jahr sind die Sunset Sons in Deutschland kein unbeschriebenes Blatt mehr. Mit leidenschaftlichem Indie-Rock hinterließen die coolen Jungs einen bleibenden Eindruck als Support Act. So war es auch kein Wunder, dass die Kantine in Köln fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Vor dem eigentlichen Beginn des Konzertes wurde dann noch einer Legende der Pop-Musik Tribut gezollt. Bei Purple Rain von Prince wippten alle Hände bedächtig von links nach rechts mit, so viel Zeit muss schließlich sein.

Jeder wird von dem Sound der Band mitgenommen

Dann betraten die Sunset Suns die Bühne und die eingängige Stimme und unübertreffliche Dynamik von Sänger Roy brachte die Menge zum ausgelassenen Tanzen. Große Reden zwischen den einzelnen Songs hielten die Surfer-Boys nicht, wahrscheinlich um der andauernden Ekstase kein Ende zu setzen. Auch wenn „Very Rarely Say Die“ erst am 1. April erschienen ist, so konnten hymnische Indiesongs wie „She wants“ oder „Somewhere Maybe“ von der Crowd in voller Länge mitgesungen werden. Einzuordnen sind die Sunset Sons musikalisch dabei irgendwo in der Nähe von den Kings of Leon.

Den Sunset Sons ist so einiges zuzutrauen

Nach etwas mehr als einer Stunde ist der musikalische Ausflug an einen Surferstrand mit einer ordentlichen Portion Party dann vorüber. Völlig verschwitzt, aber mit einem breiten Grinsen verlassen die Besucher das Konzert. Das Gefühl lässt einen nicht los: Von diesen vier Jungs werden wir noch so einiges hören.