Turin Brakes – eine willkommene Abwechslung zum Tatort

Es ist nun schon 16 Jahre her, dass sich das Folk-Pop-Duo, bestehend aus Olly Knights und Gale Paridjanian, zusammengefunden hat. Seit vielen Jahren werden sie auch von Bassist Eddie Myers und Rob Allum begleitet und unterstützt. Am 24. April stellten die Turin Brakes ihr inzwischen siebtes Album, Lost Property, vor. Aber auch die älteren Songs kamen nicht zu kurz.

Ein Mix aus alt und neu

Die Handschrift von Turin Brakes ist auch im neuen Album klar zu erkennen. Mit Keep Me Around, 96 und Save You konnte die Band beim Publikum punkten.

Natürlich wurden die älteren Songs nicht vernachlässigt, sehr zur Freude der etablierten Fans. So fanden Pain Killer (in den UK Single Charts das bisher bestplatzierte Lied der Band), Emergency 72 und Fishing for a Dream einen Platz im Programm. Vor allem aber war Future Boy zum Verlieben. Ein Song, den Knights und Paridjanian schon mit 16 Jahren geschrieben haben.

Vielleicht liegt es daran, dass ich meinen ersten Turin Brakes Song aus der Fernsehserie The OC (Rain City – wunderschön!) kenne. Jedenfalls erinnert mich der Sound immer wieder an ein Coming-of-Age-Gefühl. Auch schimmert bei der Mischung aus elektrischer und akustischer Gitarre die melancholische Seite der 90er durch, was die Nostalgiker zum Schwärmen bringt.

Dafür lässt man den Tatort gerne mal sausen

Eddie Myers und Olly Knights haben sich offensichtlich (wenigstens ein bisschen) mit deutscher Kultur und Sprache beschäftigt. So startet Myers einen Hilferuf – natürlich komplett auf Deutsch –,  er sei von seinen Bandmitgliedern entführt worden und werde als Geisel festgehalten.

Knights entschuldigte sich auch vorab, dass die Gäste wegen dem Konzert den Tatort verpassen. Aber zu entschuldigen gab es definitiv nichts. Instrumentalsoli und angeborenem Humor sei Dank. Dafür lässt man gerne mal den Tatort sausen.