Florian Bartholomäi im bonnFM-Interview

bonnFM: Was nimmst du aus der Edelsteintriologie mit?

Florian: Massig an Fans, die sich über den Film freuen. Und ich mich bei der Premiere, die Fans zu sehen! Das ist einfach eine totale Bereicherung. Tolle Team-Mitglieder – wir waren eine tolle Gruppe. Und jetzt natürlich auch im letzten Teil die Reise nach Schottland, wo wir gedreht haben, das war natürlich auch ein Highlight.

bonnFM: Was ist deine Lieblingsszene?

Florian: Ich finde, sobald es nach Schottland geht, wird diese Einstellung einfach majestätisch toll von der Landschaft und das auf der Leinwand bleibt auf jeden Fall hängen und macht richtig Laune im Kino.

bonnFM: Welche Szene hat dir persönlich am meisten Spaß gemacht?

Florian: Es gibt eine Szene; da verändern wir (Josefine und ich) uns doch sehr..: das war witzig! (lacht) Das kommt einfach nicht alle Tage vor. Welche Szene das ist, ist glaube ich relativ einfach zu erraten. Das war aber wirklich schon sehr, sehr speziell (grinst). Für diese Szene waren wir 5 Stunden in der Maske und um das Ganze dann wieder runter zu bekommen, auch nochmal eine Stunde. Das war einfach so viel Kleber, die Haut ist so zugekleistert und bis sie dann wieder Atmen kann, hat es schon eine Weile gedauert. Man macht einfach unheimlich viel Quatsch damit und witzige Fotos – das war eine lustige Erfahrung!

bonnFM: Welcher Teil ist dein Favorit von den Dreien?

Florian: Ich finde den dritten Teil am rundesten. Es ist das Finale, so viel kommt zusammen und es gibt Showdowns und Entscheidungen. Ich finde, das ist der gelungenste Teil von allen.

bonnFM: Wer ist dein Lieblingscharakter im Film?

Florian: Tante Maddy ist schon toll! Die mag ich sehr gern!

bonnFM: Welchen Charakter würdest du als Alternative gern spielen?

Florian: Ich würde auf jeden Fall wieder Paul de Villiers spielen, aber sonst wäre ich glaube ich gerne einer von den „Bösen“, das schon, klar!

bonnFM: Wie ist das denn für dich, wenn man einen Bösewicht spielt?

Florian: Fantastisch. Man hat Moralfreiheiten, die der Gute nicht hat und es macht sehr viel Spaß diese Seiten auszuloten und an sich kennen zu lernen.
Ich hab tendenziell glaube ich öfter den Bösewicht gespielt, was jetzt gar nicht so mit meiner Natur zusammen geht. Ich frage mich immer warum, aber ich hab da einfach einen Hang zum dramatischen.

bonnFM: Wie ist das denn, wenn man einen Mörder spielt? Versetzt man sich da irgendwie besonders in die Rolle rein?

Florian: Ich habe ja viele Mörder gespielt und mich gefragt: Wie verwirrt muss eine Seele sein, um so etwas zu tun in der sozialisierten Gesellschaft, in der wir leben? Und das heraus zu finden und jemanden so an eine Grenze zu bringen, dass er aus dem Affekt oder geplant einen anderen Menschen umbringt, ist wahnsinnig extrem zu spielen, aber macht viel Freude.

bonnFM: Hast du ein Vorbild?

Florian: Ja, wechselnd. So richtig eins nicht, aber ich finde es toll, wie Leute sich immer wieder neu entdecken. Leute, die das einfach gut hinbekommen: bodenständig bleiben und trotzdem tolle Rollen spielen. Es ist immer eine wirkliche Bereicherung, solche Menschen kennen zu lernen oder deren Leben zu verfolgen.

bonnFM: Welches Rollenangebot würdest du ablehnen?

Florian: Da gibt es schon einige. Wenn nichts mit der Rolle passiert und sie letztendlich total ersetzbar und austauschbar ist. Selbst bei Nebenrollen. Man muss aus dem Konflikt, den so eine Rolle hat, auch einen Film mit 90 Minuten machen können.

bonnFM: Macht dir Film, Theater oder Fernsehen am meisten Spaß?

Florian: Ich glaube, so lang es eine gute Gruppe ist, ist es einfach ganz toll! Ich persönlich glaube, Film oder Fernsehen ist eher mein Medium.
Ich spiele momentan aber im Theater Dorian Grey von Oscar Wilde – das macht schon extrem viel Spaß.
Die Leute haben einen tollen Abend mit uns zusammen und da die unterschiedlichen Reaktionen sofort live zu merken, ist schon was ganz anderes… Aber so generell ist das Medium Film schon meins.

bonnFM: Was steht bei dir als nächstes an?

Florian: Ich habe in den letzten Monaten viel gearbeitet – an einer britischen Serie, an dem 1000. Tatort, am Theater – und hab jetzt im Juli kurz frei und werde auf jeden Fall in Urlaub fahren! Danach freue ich mich auf einen arbeitsreichen Herbst, ein paar Filme kommen noch raus, da freue ich mich drauf… Mit frischer Energie! (grinst)

bonnFM: Wenn ich kein Schauspieler geworden wäre, dann:

Florian: Ich glaube, ein Suchender (lacht). Ich konnte mich für keinen Beruf entscheiden, deswegen bin ich Schauspieler geworden, da spielt man jeden irgendwann mal! Ich hab da keinen Plan B gehabt.