Saphirblau: Jannis Niewöhner

Noch vor der Premiere am 12. August 2014 in Köln sprach bonnFM mit Jannis Niewöhner über seine Rolle und die Vorbereitungen für den Film.

bonnFM: Hattest Du Schwierigkeiten, nach der langen Drehpause wieder in Deine Rolle als Gideon hineinzukommen?

Jannis Niewöhner: Ich brauchte eigentlich nur eine kurze Weile. Wir hatten auch eine, zwei Wochen vorher Proben, wo wir wir uns über die Szenen und Weiterentwicklung der Charaktere ausgetauscht haben, sodass man am ersten Drehtag auch gleich wieder voll da war.

bonnFM: Und wie geht es für Deinen Charakter Gideon weiter?

Jannis Niewöhner: Spannend, weil er zwischen den Seiten steht. Gideon hat Gwendolyn dazu bekommen, die erwartet, dass er ehrlich zu ihr ist, was aber nicht so leicht vereinbar mit den Forderungen der Loge ist. Außerdem wächst auch die Liebe zwischen Gwen und Gideon und man sieht mehr von Gideons sensibler Seite.

bonnFM: In Saphirblau wirst Du ja ganz schön gefordert, du musst singen, reiten, tanzen und Motorrad fahren. Was war für Dich die größte Herausforderung?

Jannis Niewöhner: Ich sag mal, das Neuste für mich war das Geigespielen. Geige ist eines der schwierigsten Instrumente und ich musste viele Stunden nehmen, um überhaupt einen geraden Ton herauszukriegen. Ich glaube, man hat am Ende das Stück erkannt, das ich spiele, was aber nicht heißt, dass es gut klang, sondern es war immer noch grausam (lacht). Dann stand ich am Set und sollte eine ernste, leidenschaftliche Miene aufsetzen und hinter der Kamera stand das ganze Team und lachte sich einen ab.

bonnFM: Hast Du auch speziell Gesangs- und Tanzunterricht bekommen?

Jannis Niewöhner: Gesangsunterricht nicht, ich singe ja auch nur ein paar Zeilen im Time Warp Song und ansonsten habe ich auch schon immer viel in meiner Freizeit gesungen. Aber Charleston und Menuett- Tanzen musste ich extra lernen.

bonnFM: Hast Du im Film eine Lieblingsszene?

Jannis Niewöhner: Eine der finalen Szenen, wo er ihr seine Liebe gesteht, sie sich aber gleichzeitig auch necken, hassen, küssen. Das steht so für die gesamte Beziehung der beiden und auch der Geschichte insgesamt, dieses Hin und Her und Durcheinander der Gefühle. Die Szene ist einfach sehr dynamisch und hat auch beim Drehen sehr viel Spaß gemacht.

bonnFM: Im Buch kam eine Sexszene jetzt nicht so direkt vor, im Film aber schon. Findest Du das notwendig?

Jannis Niewöhner: Notwendig jetzt nicht, aber legitim und schön, weil es in einer Beziehung irgendwann darauf hinausläuft und es ist ja auch etwas Positives.

bonnFM: Hat sich Dein Leben stärker verändert, seit Du die Hauptrolle in einer Trilogie spielst?

Jannis Niewöhner: Ich weiß jetzt nicht, wie sehr das mit meiner Rolle in der Edelsteintrilogie zu tun hat, aber im Moment kann ich mich glücklich schätzen, viele verschieden Rollen angeboten zu bekommen. Mit einer Rolle mehrere Jahre zu verbringen, verändert einen persönlich sicherlich auch, aber außerhalb von der Geschichte bin ich ja auch so noch jung und in einer Phase, in der man sich ständig entwickelt und immer neue Sachen entdeckt.

bonnFM: Was ist schwieriger zu spielen: Drama oder Komödie?

Jannis Niewöhner: Das hat beides seine ganz eigenen Ansprüche. Bei Dramen muss man sich vielleicht mehr mit sich selbst auseinandersetzen und denkt mehr über die Realität und real existierenden Probleme nach. Bei Komödien ist es z. B. immer das Spiel mit der Kamera und das Timing ist ganz wichtig, da geht es oft um Millisekunden, damit ein Witz funktioniert, wenn Du z. B. auf eine  Frage von jemand anderem antwortest. Es ist beides nicht zu unterschätzen.

bonnFM: Würdest Du sagen, dass das Filmgeschäft ein hartes Business ist?

Jannis Niewöhner: Also es hat sehr viel mit Glück zu tun und das hatte ich, daher habe ich es hauptsächlich als etwas Schönes erlebt. Ich wünsche jedem, der den Schauspielberuf als echte Profession erlebt, die Chance den Beruf erfüllt ausleben zu können.

bonnFM: Zum Abschluss – was war Dein verrücktestes Fanerlebnis?

Jannis Niewöhner: Also, einige Fans sind schon zu mir nach Hause oder zum Haus meiner Eltern gereist, das war schon sehr verrückt.

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