Guardians of the Galaxy

Am 28.08.14 kommt die Comic-Verfilmung von Marvel auch endlich in die deutschen Kinos! Der Film verspricht viel Spaß und Unterhaltung. Mit Regisseur James Gunn und bekannten Schauspielern entsteht eine gute Mischung aus Action, Science Fiction und Komik!

„Star Lord“ reist durch die Galaxie!

Peter Quill (Chris Pratt) wird als Kind von einem Raumschiff entführt und lebt von da an im All. Als Erwachsener reist er durch das Universum auf der Suche nach wertvollen Schätzen. Er tut und lässt was ihm gefällt und nennt sich dabei selbst ein bisschen überheblich „Star Lord“. Bei einer seiner Suchen stößt er auf eine silberne Kugel, deren wahrer Wert ihm nicht bewusst ist. Eines ist jedoch klar: Wäre diese Kugel unwichtig, wären ihm nicht die verschiedensten Parteien auf den Fersen. So wird er von nun an nicht mehr nur von der Weltraumpolizei gesucht, sondern steht auch auf der Feindesliste von Kopfgeldjägern und vor allem von Bösewicht Ronan (Lee Pace) und seiner Komplizin Nebula (Karen Gillan). Wie sich später rausstellt, ist diese silberne Kugel nämlich eine Superwaffe, die nicht in die falschen Hände geraten sollte. Um das Universum vor einer Katastrophe zu bewahren, bilden Peter, Gamora (Zoe Saldana), Drax der Zerstörer (Dave Bautista), Rocket Racoon (Stimme: Bradley Cooper) und Baumwesen Groot (Stimme: Vin Diesel) die „Guardians of the Galaxy“. Die Fünf treffen aufeinander, als sie wegen verschiedenster Delikte im Weltraumgefängnis landen und raffen sich zunächst nur wegen gemeinsamen Interessen zusammen.

Superheld Action trifft Science Fiction

Marvel-Fans treffen mit „Guardians of the Galaxy“ die richtige Wahl. Die gleichnamigen Comics sind erstmals 1969 von Arnold Drake und Gene Colan erschienen, der Film orientiert sich an einer späteren Version von Dan Abnett und Andy Lanning aus dem Jahre 2008. Da die Comics selbst für Hardcore-Marvel-Fans relativ unbekannt sind, blieb Regisseur James Gunn eine größere Freiheit, seine Ideen umzusetzen, ohne dabei die Erwartungen der Comic-Fans zu enttäuschen. Der Film bringt also frischen Wind – sowohl für die Comic-Fans – als auch für die, die noch nie von „Guardians of the Galaxy“ gehört haben. So sind zum Beispiel nicht nur Fans von „The Avengers“ und Co., sondern auch Liebhaber der Science-Fiction-Szene hier an der richtigen Adresse. Action ist garantiert, aber auch atemberaubende Bilder vom Universum können überzeugen. Die Effekte sind erstklassig, die Landschaften sehr authentisch und wirkungsvoll dargestellt. Und wer sich zwischendurch nicht wie in einem All-Simulator fühlt, hat wahrscheinlich vergessen, seine 3D-Brille aufzuziehen! Doch im Vordergrund steht eindeutig der Spaß und die Unterhaltung. Nach einem etwas holprigen Anfang reißt die Truppe einen Witz nach dem anderen: Marvel nimmt seine skurrilen Figuren nicht ganz so ernst.

Von grün und blau bis sexy und süß ist alles dabei!

Die Macher der verschiedenen bunten Charaktere haben sich scheinbar viel Mühe gegeben. Dem gutaussehenden Abenteurer Peter Quill kauft man seine Komik sofort ab, und in den liebenswürdigen Baummenschen Groot könnte man sich glatt verlieben. Dafür sorgen unter anderem kleine Überraschungen wie ein tanzendes Bambusbäumchen am Ende des Films. Die Kostüme sind beeindruckend und die Schauspieler haben bestimmt nicht wenig Zeit in der Maske verbracht, allen voran Dave Bautista, der sich für seine Rolle als Drax jeden Drehtag fünf Stunden lang sein Prothesen-Make-Up auftragen lassen musste. Doch nicht nur Bautista, sondern auch Karen Gillan hat viel für die Dreharbeiten in Kauf genommen: Für ihre Rolle als Nebula, die blaue Killerin an Ronans Seite, hat sie sich sogar eine Glatze schneiden lassen!

Hinter den Figuren Rocket, einem frechen Waschbären, und Groot verstecken sich übrigens Bradley Cooper und Vin Diesel. Die beiden leihen den fiktiven Figuren in der englischen Version ihre Stimme. Vin Diesel synchronisiert Groot sogar in 5 verschiedenen Sprachen, was vielleicht daran liegen könnte, dass Groot mit seinen vier Worten im Film nicht allzu viel Text hat.

Ohrwurm zum Mitnehmen!

Der Soundtrack zum Film besteht, zusätzlich zur Filmmusik von Tyler Bates, noch aus Liedern der 70er und 80er Jahre. Dabei unter anderem „Hooked on a Feeling“ von Blue Swede. Bereits im Trailer ist dieser Song zu hören und macht Lust auf mehr. Darauf muss man nicht lange warten, denn das ist nur einer von mehreren Gute-Laune-Songs im Film. Ein Ohrwurm ist garantiert und wer sich musikalisch in diesen Jahren wohlfühlt, hat einen weiteren Grund ins Kino zu gehen. Der Walkman ist Vergangenheit? – Nicht mit Peter Quill! Denn auch in einer Zeit, in der fliegende Raumschiffe Alltag sind, hört er weiterhin die Musik der 70er auf Kassette. Damit ist der Kontrast von Vergangenheit und Zukunft im Film auch durch die Musik gut umgesetzt.

Alles in allem also ein sehr gelungener, lustiger Film – wenn nicht einer der Lustigsten in der Marvel-Reihe. Der Besuch im Kino lohnt sich!