The Wombats – The Beatles of Today?

Das Trio „The Wombats“ konnte bislang zwar noch nicht die Luft vom obersten Karrieretreppchen schnuppern, doch es vereint sie mehr mit einer der bekanntesten Bands aller Zeiten als es auf den ersten Blick zu vermuten scheint.

Wombat vs. Käfer

Ein Wombat ist im Vergleich zu einem Käfer zwar ein australisches Beutelsäugetier, das Höhlen gräbt, Pflanzen frisst und äußerlich einem Bären ähnelt, jedoch handelt es sich auch um ein wohl eher ungewöhnliches Tier in der Musikszene. Was den Bandnamen angeht, haben sich demnach sowohl The Beatles als auch The Wombats auf gleichem Level skurrile Namen einfallen lassen. Sogar das neueste Album der Wombats erinnert in diesem Sinne auf verblüffende Weise an die käferfrisurigen Jungs. Dieses heißt „Glitterbug“, was sich als glitzernder Käfer übersetzen lässt. Damit hört es allerdings noch nicht auf. Sie stammen nämlich aus der selben englischen Stadt, Liverpool.

Reiner Zufall?

Gewiss sind die Fußstapfen der seiner Zeit bedeutendsten britischen Erfolgsband ein paar Nummern zu groß. Doch auf bloßer Spekulation beruht dieser Vergleich nicht. Hier eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Bands aus Großbritannien. The Beatles hatten ihren ersten Durchbruch in einem Hamburger Nachtclub – ein halbes Jahrhundert später verschlägt es auch The Wombats in die schöne Hansestadt, in welcher sie auf der Konzertbühne Molotow gern geladene Gäste sind und regelmäßig Auftritte haben. Doch im Sinne der Band ist es sicherlich nicht, eine andere Band zu kopieren. Die ein oder andere Beeinflussung von Bands gibt es da allerdings trotzdem, wozu sie selbst Bands wie Foo Fighters, Offspring, Green Day, oder Silverchair – um nur einige zu nennen – zählen.

Die Band.

The Wombats setzen sich durch die beiden Liverpooler Matthew Murphy (Gesang, Gitarre) und Dan Haggis (Schlagzeug), sowie dem gebürtigen Norweger Tord Øverland Knudsen (Bass) zusammen. Sie lernten sich am Liverpool Institute for Performing Arts kennen, worauf sie im Jahre 2003 dann die Band gründeten.

Welches Genre ist das eigentlich?

Die drei Jungs wollen – oh Wunder – möglichst individuell sein, und wie bisher jede erfolgreiche Band strahlen auch sie ihren ganz eigenen Charme dabei aus. Die meisten Songs werden von dem Leadsänger Matthew Murphy selbst geschrieben und mithilfe von elektronischen Mitteln wird in das musikalische Erlebnis des Genres Indie Rock eine quasi komplett neue Stilrichtung geschickt eingearbeitet. Eine genaue Einordnung in ein bestimmtes Genre ist folglich nicht möglich, da die Musik sowohl Elemente des Indie Rock mit Alternative Dance, Post-Punk Revival und New Wave vereint. Das mag jetzt alles nach neumodischen Genrerichtungen klingen, was allerdings daran liegt, dass sie es auch sind. Man kann es kaum beschreiben, sondern muss sich einfach in die Musik hineinhören und den unterschiedlichen Klangfarben Gehör schenken. Das Erlebnis lohnt sich!

Warten auf den Durchbruch…

Der ganz große Erfolg steht dem Trio jedoch noch bevor. Und mit dem aktuellen Album, der Welttournee und einigen Festivalauftritten erfüllen sie auch die besten Voraussichten, sich auf internationaler Ebene eine eigene Plattform zu schaffen und einen Hit nach dem anderen zu schreiben. In der richtigen Gegend für den Aufbau einer erfolgreichen Heimat befinden sie sich schon einmal. Denn Kalifornien, genauer gesagt Los Angeles, ist bereits zur zweiten Heimat geworden und das ständige aus-dem-Koffer-leben und der weit verbreitete Free Spirit inspiriert viele der aktuellen Hits.

Konzerte 2015

Wer sich selbst überzeugen oder der Band aktiv zum Erfolg verhelfen möchte, der kann auf eines der vielen Konzerte gehen. The Wombats reisen bereits seit Januar in der Weltgeschichte umher, um ihr neues Album „Glitterbug“ vorzustellen. Die nächsten Termine in Europa sind für Juli vorgesehen, und das Abschlusskonzert findet sogar in der Münchner Tonhalle am 19. November statt. Aber auch in der Bonner Region, nämlich im Palladium in Köln, werden sie am 10. November konzertieren. Diverse Festivals werden sie diesen Sommer ebenfalls mit ihren Auftritten bereichern. Unter anderen sind sie auf dem in den Niederlanden stattfindenden Pinkpop Festival vom 12.-14. Juni zu sehen. Das Festival gilt laut Wikipedia als das älteste Musikfestival in Europa, das seit 1970 kontinuierlich veranstaltet wird und hat außer The Wombats auch die ganz großen Acts wie Muse, The Script, Robbie Williams, Foo Fighters, One Republic, George Ezra oder auch Pharrell Williams.

Wenn das mal nicht nach einer steil angestrebten Erfolgstour klingt… Und ich bin mir sicher, dass wir noch mehr von der Band mit dem eigenartigen Namen hören werden.

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