Die „Night People“ kommen! You Me At Six melden sich 2017 zurück

Bild: PIAS Germany / Infectious Music

Ein neues Jahr beginnt. Das bedeutet neue Geschichten, neue Ereignisse, aber auch neue Musik, die uns erwartet. Die britische Rockband You Me At Six macht mit ihrem neuen Album „Night People“ 2017 den Anfang. bonnFM hat sich das Album für euch angehört.

Nach „Cavalier Youth“ aus dem Jahr 2014 gibt es jetzt ein neues Lebenszeichen der fünfköpfigen Rockband You Me At Six. Am 6. Januar 2017 erschien das fünfte Studioalbum der Engländer um Sänger Josh Franceschi, es heißt „Night People“.

Bild: PIAS Germany © Dan Kendall

Bild: PIAS Germany © Dan Kendall

Das Album wurde über das Label Infectious Music veröffentlicht, das unter anderem mit Bands wie The Subways zusammenarbeitet. Aufgenommen und abgemischt wurden die zehn Songs in den Black Bird Studios in Nashville.

Im Vorfeld gab es schon viele Single-Auskopplungen, die den Hunger auf „Night People“ immer mehr steigerten. Der Titeltrack erschien bereits Ende August, danach folgten „Give“, „Swear“ und „Heavy Soul“. Doch kann das Album den hohen Erwartungen, die die Singles ausgelöst haben, gerecht werden?

 

Von Nachtschwärmern und „Heavy Souls“

Und es geht direkt mit Vollgas los: Das Album startet mit dem Titeltrack „Night People“ und damit auch gleich mit dem stärksten Song der Platte, der Gitarren gekonnt einzusetzen weiß und das Songwriter-Talent der Briten unter Beweis stellt.

Darauf folgt „Plus One“ mit einem coolen Start, der an Rock’n’Roll erinnert und etwas mehr Tempo hat, ebenso wie „Can’t hold back“. Aber das Album weiß auch ruhige Töne anzuschlagen, wie bei „Heavy Soul“ oder „Take on the World“.

Der Song „Brand New“ hat eine außerordentlich positive Energie, so wie die meisten Songs des Albums. Trotz des nächtlichen Mottos geht es also nicht allzu düster zu. Die langjährigen Fans und Nostalgiker dürften sich über „Swear“ freuen, denn es erinnert an frühere Nummern von You Me At Six, flott und etwas härter.

„Spell it out“ ist jedoch der Geheimtipp auf „Night People“. Er ist zu Anfang zwar sehr ruhig, doch in der Ruhe liegt die Kraft. Das Tempo steigert sich zunehmend, während die textliche Qualität gleich bleibt. Sänger Josh Franceschi zeigt, was er kann und der Song gipfelt in einem furiosen Finale, das den einen oder anderen sogar zum Headbangen verleiten könnte.
Der Schlusstrack „Give“ ist hingegen ein Streitpunkt: ist es eher ein eintöniger Schluss oder ein beruhigender Ausklang des Albums? Das muss wohl jeder für sich selbst beantworten.

Für das gesamte Album gilt: das Potential von Joshs Stimme wird erkannt und gut genutzt. Es ist der Mix aus seiner Stimme, gutem Songwriting und dem gekonnten Einsatz von Gefühl und Gitarrenriffs, die auch dieses You Me At Six Album auszeichet.

Von Scream zu Kuschelrock??

So cool und ausgefeilt wie „Night People“ ist, kann es sogar an das meiner Meinung nach stärkste Album der Band, „Sinners never sleep“ von 2011, anknüpfen. Dieses war noch um einiges härter und enthielt coole Kooperationen mit unter anderem Oli Sykes von Bring Me The Horizon oder der Band Parkway Drive.
Sechs Jahre später werden You Me At Six also etwas softer, allerdings ohne Gefahr, in den Pop-Bereich abzuschweifen (Damit wäre die Band allerdings kein Einzelfall: ähnliches ist bei Kollegen wie z.B. Fallout Boy zu bemerken).
Aber lasst uns nicht zu viel meckern und in der Vergangenheit der Jungs herumwühlen, denn „Night People“ ist eine Weiterentwicklung der Band, die viel musikalisches Können und tiefgründige Lyrics zu bieten hat. You Me At Six haben sich neu erfunden, ohne ihre Vergangenheit verloren zu haben.

Und wer nicht genug von den fünf Briten bekommen kann, kann sich die Band am 20. März live in Köln in der Live Music Hall anschauen!

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