BLVTH live im YUCA: Mein Herz blvthet.
Bild: Jennifer Metaschk / bonnFM

BLVTH live im YUCA: Mein Herz blvthet.

Am 20. Februar hatte der Produzent und Künstler BLVTH den Auftakt seiner „Pre-Stadium“-Tour im YUCA in Köln. Warum nicht nur der Tourname lusig war könnt ihr hier lesen.

Ja, BLVTH wird wirklich wie Blut ausgesprochen, das nur mal vorweg. BLVTH stellt sich in seiner Spotify Bio in eine Reihe mit Künstlern wie Mura Masa und Flume, beschreibt sein Genre als „Future Grunge, eine dystopische, ungepflegte Version von Elektro-Pop und Hip Hop“. Es lässt sich also nicht genau sagen, was einen bei einem BLVTH Konzert erwartet. In Köln ist es jedenfalls ein ausgesprochen junges Publikum, das einer studierenden Person das Gefühl geben könnte den Altersdurchschnitt extrem anzuheben. Neben dem Alter fällt aber besonders der Style der Menschen auf, die so auch sorglos durch Berlin Kreuzberg schlendern könnten.

Auf der Suche nach den Übergängen

Nun sind wir aber heute in Köln Ehrenfeld, genauer gesagt im nicht ausverkauften YUCA, was den angenehmen Effekt hat, dass man sich in dem Laden ausnahmsweise mal bewegen kann.

Pünktlich um 20 Uhr beginnt Search Yiu, der eigentlich auch selber Musik macht, sein DJ-Set. Gespielt wird eine bunte Mischung aus den Charts der letzten 10 Jahre: Trap, Rap und Cardi B. Übergänge? Kennt Search Yiu nicht. Dieser scheint nicht nur nach „Yiu“ zu suchen, sondern auch nach einem Gefühl für Musik, die ansatzweise aufeinander passt. Vielleicht hätte er lieber seine eigenen Songs performt, aber zumindest als er geht applaudiert dann das Publikum.

Sympathie zum greifen

Aber alles egal, man zahlt ja immerhin für den Hauptact und nicht für den DJ, der am Anfang ein paar Lieder spielt. Als BLVTH dann schließlich die Bühne übernimmt, wirkt er zunächst sehr angespannt. Doch wer kann ihm das verübeln? Die „Pre-Stadium“-Tour ist seine erste eigene Tour, auch wenn er schon als Opening Act mit Casper und Marteria auf Tour gehen durfte. Köln ist das erste Konzert und das ist nicht mal ausverkauft. Nach ungefähr 20 Minuten hat er sich dann aber warmgespielt und erzählt von seiner Mutter, die ihn gefragt habe, ob er denn auch für alle Snacks und was zu trinken besorgt hätte. Die Menge lacht und er hat tatsächlich ein paar Tüten Chips dabei, die er ins Publikum schmeißt. BLVTH, der eigentlich Patrick heißt, wirkt äußerst sympathisch und greifbar, was vielleicht auch an der niedrigen Bühne liegt.

Musik mit Herz-BLVTH

Doch auch warm gespielt wirken die BLVTH Songs live ganz anders als digital. Manchen Songs tut der Live-Charakter sehr gut, während anderen, wie beispielsweise „Follow Link for Download“, die Energie fehlt, die stimmliche Präsenz. Da ist noch Luft nach oben.

Nichtsdestotrotz hat BLVTH eine wirklich schöne, ungewöhnliche Stimme, lässt in den Momenten, in denen er mit dem Publikum spricht, seinen Charme spielen und steckt viel Leidenschaft in seine Kunst. Musik mit Herz-BLVTH.

Die „Pre-Stadium“-Tour geht bis einschließlich 16. März, Tickets gibts noch für alle Städte ab 18,30€.

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