Fazit des Onlinesemesters – Das war die 6. Sitzung des 42. Studierendenparlaments
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Fazit des Onlinesemesters – Das war die 6. Sitzung des 42. Studierendenparlaments

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Nach einigen technischen Hürden startete am letzten Mittwoch die 6. Ordentliche Sitzung des 42. Studierendenparlaments – erneut auf der Plattform „Big Blue Button“.

Dass dieses Semester anders war als alle bisherigen, ist keine Frage. Das erkennt auch die Universität an, und plant momentan das nächste Semester. Dabei soll Anwesenheit grundsätzlich nicht verpflichtend sein, weder für Lehrpersonal, noch für Studierende.

„Ich hoffe, ihr hört mich!“

In diesem Zuge stellt sich die Frage, ob auch die nächsten SP-Wahlen online abgehalten werden könnten. Durch die sinkende Anzahl von Präsenzveranstaltungen wird auch eine geringere Wahlbeteiligung als sonst erwartet. Zudem wäre eine reine Präsenzwahl eine Benachteiligung von Studierenden, die die Anwesenheit für sich als großes Risiko einschätzen, und damit von der Wahl ausgeschlossen würden. Der Senat plant daher, im November die Wahlordnung zu ändern, und entweder Briefwahl oder Online-Wahlen zu ermöglichen. Beide Optionen sind umstritten: Briefwahlen könnten die Wahlbeteiligung durch die zusätzliche Hürde weiter verringern, bei Online-Wahlen gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.

Die Mensa als Lernort

Das SP erkennt, dass Studierende durch die momentane Schließung vieler Bibliotheken auf andere Lernorte angewiesen sind. Geld für Cafébesuche ausgeben zu müssen, weil die Bibliothek nicht benutzt werden kann, hält das SP nicht für sinnvoll. Die neue Interimsmensa wird nach aktueller Planung aber keine Abhilfe schaffen, sie soll nur zu Essensausgabezeiten geöffnet sein. Das SP beantragt daher, dass die Mensa darüber hinaus als Aufenthalts-, Lern-, und Arbeitsraum genutzt werden kann. Die Liste Poppelsdorf schließt sich der Forderung für die dortige Mensa an: Auch hier soll der Raum außerhalb der Essenszeiten nutzbar sein.

Finanzielle Unterstützung erleichtern

Die im Juni eingeführte Soforthilfe für Studierende wurde insgesamt gut angenommen. Für den Hilfsfond zur Unterstützung in Not geratener Studierender, der schon vorher bereitstand, wurden hingegen nur wenige Anträge gestellt. Das SP hat dieses unausgeglichene Verhältnis erkannt und beschlossen, den Ausschuss für den Hilfsfond zur Erleichterung der Antragstellung aufzufordern. Zusätzlich sollen mehr Studierende über den Hilfsfond informiert und die Richtlinien für den Abruf besser zugänglich gemacht werden.

Botschaften von Absolvent*innen

Absolvent*innen konnten dieses Jahr nicht wie gewohnt ihren Abschluss feiern: Das Universitätsfest am 4. Juli wurde abgesagt. Stattdessen wird es ein Portal geben, auf dem Absolvent*innen persönliche Botschaften einsenden können, die auf Bildschirmen in der Stadt veröffentlicht werden sollen. Das Portal soll ab dem 24. August öffnen.

Der besondere Charme einer virtuellen Sitzung

Auch innerhalb des AStA gab es einen Abschied: Finanzreferent Jonas Arruba verließ nach langjähriger Zusammenarbeit seinen Posten. Statt Schokolade bekam er jede Menge Komplimente für seine Arbeit. An seiner Stelle wurde Dennis Gleich, der wie sein Vorgänger Mitglied der Juso Hochschulgruppe ist, zum Finanzreferenten gewählt. Aber nicht nur durch die etwas andere Verabschiedung wurde während der Sitzung daran erinnert, dass dies keine normalen Umstände sind. Im Hintergrund einer Rednerin machte sich eine hungrige Katze bemerkbar, sie wollte gefüttert werden. Auf Vorfälle wie diesen wird sich das SP noch mindestens zwei Monate lang einstellen müssen. Die nächsten Sitzungen werden weiterhin online abgehalten, erst im Oktober wird ein Umstieg auf Präsenzsitzungen erneut diskutiert.