Viel Vertagtes und eine klare Haltung: Das war die 3. ordentliche Sitzung des 43. Studierendenparlaments
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Viel Vertagtes und eine klare Haltung: Das war die 3. ordentliche Sitzung des 43. Studierendenparlaments

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Bei der der Sitzung des Studierendenparlaments (SP) wurde mehrheitlich über die in der vorigen Sitzung vertagten Anträge debattiert. Neben der digitalen Lehre und der Bewältigung der Corona-Krise wurde bis zum späten Abend auch über die künftige technische Ausstattung der Universität und die Solidarisierung mit jüdischen Mitbürger*innen Bonns diskutiert.

Aktuelles aus dem AStA

Zu Beginn gab der AStA-Vorsitzende Jonathan Andraczek ein kurzes Update zur Arbeit des Ausschusses, der dank der Lockerungen wieder vermehrt seiner Arbeit nachkommen kann. Von den sinkenden Inzidenzwerten profitierend, kann die Präsenz-Arbeit des Ausschusses wieder aufgenommen werden: Der AStA-Laden in Poppelsdorf wird wieder in Kürze seine Tore für Studierende öffnen mit „Click+Meet“, was auch für die Fahrradwerkstatt anvisiert ist. Beglaubigungen sind ebenfalls wieder erhältlich, nach dem bekannten Verfahren. Neben einer Rückkehr zu normalen Arbeitsumständen, konnte der AStA auch erste Erfolge bei dem erst vor Kurzem eingerichteten Verhütungsmittelfonds verzeichnen: So haben erste Studierende das Angebot wahrgenommen und erhalten dementsprechend Unterstützung vom Ausschuss.

Erleichterungen für Studierende

Neben Erfolgen bestehender Projekte, diskutierte das SP auch über zukünftige. Nach einer lang anhaltenden Diskussion wegen eventueller datenschutzrechtlicher Probleme, wurde dem Antrag des RCDS mehrheitlich dann doch stattgegeben. Demnach solle allen ordentlichen Studierenden der Uni Bonn ein kostenloses Office 365 Paket „spätestens ab Beginn des Wintersemesters 2021/22“ durch die Uni zur Verfügung gestellt werden, was zu einer finanziellen Entlastung von Studierenden führen solle. Eine Entlastung dürfte für viele Studierende auch die Möglichkeit der Wohnzeitverlängerung in Wohnheimen des Bonner Studierendenwerks sein: Danach ist es Studierenden seit März 2020 über die Regelstudienzeit hinaus möglich, die Wohnzeit semesterweise zu verlängern. Diese Information soll nach einem mehrheitlichen Beschluss nun auf der Seite des Studierendenwerks öffentlich zugänglich gemacht werden, auf Antrag der LP und des RCDS.

Weitere Beschlüsse

Mit den allgegenwärtigen Folgen der Corona-Pandemie beschäftigten sich auch weitere Anträge verschiedener Fraktionen. So wurde einem Antrag der Koalition aus GHG, JUSOs und LUST auf eine Erweiterung des Nutzungskonzeptes der Bibliotheken mehrheitlich stattgegeben, wonach das Online-Angebot ausgebaut werden soll und Bücher aus dem Freihandmagazin mit kurzen Fristen zur Verfügung gestellt werden sollen. Einem weiteren Antrag der Koalition wurde ebenfalls stattgegeben, wenn nur in drei Punkten: Demnach soll das Rektorat dazu aufgefordert werden die seit letztem Jahr geltenden Fehl- und Freiversuchsregelungen auf dieses Semester zu verlängern. Zudem soll es sich beim Kulturministerium NRW dafür einsetzen, die Regelstudienzeit um ein weiteres Semester zu verlängern.

Bonn hat keinen Platz für Antisemitismus

Zum Abschluss wurde noch einmal angeregt diskutiert. Es ging um zwei Anträge der RCDS und der LUST, wonach sich das SP mit den jüdischen Mitbürger*innen Bonns solidarisieren und von jeglicher Form des Antisemitismus distanzieren solle. Nach langanhaltenden Diskussionen über den Inhalt der Erklärung zog der RCDS seinen Antrag zurück und es wurde über den der LUST beschieden. Diesem wurde mehrheitlich stattgegeben, womit das SP in seinem Auftreten diese Haltung gegenüber der Öffentlichkeit und der Universität zu berücksichtigen hat.