“Allied – Vertraute Fremde”

Der Action Thriller “Allied – Vertraute Fremde” kommt am 22. Dezember in die Kinos. In den Hauptrollen zu sehen ist Brad Pitt als erfolgreicher Geheimoffizier und an seiner Seite die überaus elegante Marion Cotillard. Der Regisseur Robert Zemeckis, dem wir unter anderen Filme wie “Forrest Gump” verdanken, lässt den Film interessant wirken, doch scheint er für diesen keinen Oskar verdienen zu können.

Ein Film, der von den Talenten, die sich vor und hinter der Kamera befinden, profitiert, aber ihnen leider nicht genügend Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Trotz einem sehr ansprechendem Trailer, der spannende Szenen und einen erfolgreichen Action Thriller erwarten lässt, kann der dazugehörige Film nicht im gleichen Maß überzeugen und enttäuscht die vorhergegangenen Erwartungen.

Wenn die eigene Frau zum Feind wird

Der Film spielt im Jahr 1942, während des Zweiten Weltkriegs. Der britische Geheimoffizier Max Vatan (Brad Pitt) ist in Marokko angekommen und hat den Auftrag, eine gefährliche Mission zu erfüllen. Unterstützung erhält er von Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), einer hübschen französischen Widerstandskämpferin. Sie arbeitet verdeckt in einem feindlichen Regierungsgebäude, und auf diese Weise soll sie ihm helfen, an wichtige Informationen zu gelangen. Mit falschen Identitäten stellen sich die beiden gefährlichen Missionen und lernen sich immer besser kennen und verlieben sich ineinander.
Ihre Liebe bringt sie dazu, ihre Spionagearbeit hinter sich zu lassen und nach England zu gehen. Dort heiraten sie, ziehen in ein gemütliches Haus und bekommen eine Tochter. Es scheint, als wären die geheimen Identitäten Vergangenheit – doch dann erfährt Max, dass seine Frau verdächtigt wird, für den Feind Deutschland zu spionieren. Für Max bricht eine Welt zusammen. Nun stellt sich die Frage: Verbindet die beiden wahre Liebe oder ist alles nur Lüge? Max macht sich auf dem Weg, herauszufinden, ob alles nur Schein war oder sie Opfer einer Intrige geworden sind.

Dem Film fehlt der richtige Fluss

Zu sehen bekommen wir einen Action-Thriller, der sich während des Films dem Genre gerne mal entzieht und sich einem anderem zuwendet. Dies geschieht zum Nachteil der Filmhandlung sowie der Nachvollziehbarkeit. Zu viele unterschiedliche Aspekte von Gefahren und Intrigen über Vertrauen, Liebe und Wohlbefinden bringen Chaos in den Film und spiegeln sich beim Zuschauer wider. Während gerade noch eine romantische Szene der Protagonisten gezeigt wird, gehen im nächsten Moment Bomben im Hintergrund hoch.

Bild: © Paramount Pictures France

Bild: © Paramount Pictures France

Bilder, die hängen blieben

Eine sehr verwundernde Szene bekommt der Zuschauer zu sehen, als die Tochter geboren wird. Gerade noch befinden sich alle im Kreißsaal, als plötzlich Patienten nach draußen transportiert werden und Unruhe entsteht. Die Geburt findet unter freiem Himmel statt, während um das Paar herum viele verletzte liegen, Menschen schreien und Bomben explodieren. Die Szene endet mit einem glücklichen Paar, das die Tochter in den Händen hält. Diese Szene spricht auch für einige andere Momente, in denen der Krieg als etwas Alltägliches dargestellt wird, und die Handlung der dargestellten Personen nur so wenig wie möglich einschränkt wird.

Starke Besetzung hilft dem Film

Etwas positiver in Erinnerung geblieben sind die schönen Kulissen und authentischen Kostüme, die die Schauspieler um sich herum hatten. Diese verhelfen ihnen, neben ihrem großen Talent, zu weiterer Glaubwürdigkeit. Besonders überzeugend gespielt wird die Rolle von Marion Cotillard. Neben Brad Pitt bringt sie dem Film seine Eleganz und Spannung. Sodass es schade ist, dass sie im zweiten Teil des Films weniger zu sehen ist.

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