Pokémon GO – der Spielehype jetzt auch in Bonn

Pokémon Go wird jetzt schon als das erfolgreichste Massive Multiplayer Online Spiel im Sektor „Mobile Games“ gehandelt. Wie ist Pokémon GO eigentlich? Einen ersten Erfahrungsbericht bekommt ihr hier.

Gestern ist Pokémon GO auch offiziell in Deutschland erschienen. Auch wenn viele Android Nutzer das Spiel vorab illegal aus dem Web heruntergeladen haben, sieht man doch erst seit gestern immer mehr Spieler einzeln und in Gruppen durch Bonn spazieren und Pokémon jagen. Und wirklich lustig sieht’s ja aus!

Pokémon ist eine der beliebtesten Spielereihen der Welt

1996 erstmals als Spiel erschienen, ist Pokémon heute eines der größten Franchises der Welt. Mit unzähligen Animeserien und –filmen hat es die Generation 1990 + begeistert. Die machen übrigens auch heute noch einen großen Teil der Spielgemeinschaft aus. Die Spiele werden in aller Welt gespielt, auch Pokémon GO ist auf der ganzen Welt spielbar – solange man genug Akku und Datenvolumen hat. Doch dazu später mehr.

Was ist Pokémon GO eigentlich?

Eigentlich ganz einfach – eine Mischung aus Google Maps und den niedlichen Pokémon, die man unterwegs fangen kann. Sie tauchen einfach auf der Karte auf und sind dann über die Kamera auch in der Landschaft sichtbar (siehe Bild). Dann wirft man mit dem Finger einen Ball zum einfangen, muss das Pokémon treffen und hoffen, dass es im Ball bleibt. So einfach ist das. Bälle gibt es wiederrum an bestimmten Standpunkten, zu denen man laufen muss, sie sind aus der Entfernung nicht verfügbar. Diese „Pokéstops“ sind meistens an historisch relevanten oder besonders schönen Orten. Man lernt an einem Tag spielen mehr über Bonn und seine Sehenswürdigkeiten als nach drei Jahren Studium.

Bei all der Aufregung – Pokémon GO ist eigentlich kein gutes Spiel

Nach ein paar Stunden spielen und Füße plattlaufen sammelt sich aber doch eine ganze Liste an Schwächen an. Trotz Akku–Schonmodus, den das Spiel zum Glück hat, schmilzt der Akku nur so dahin. Und auch die mobilen Daten werden ziemlich beansprucht. Schließlich muss das Spiel ständig aktualisieren, das verbraucht nun mal Daten.
Ständig gibt es Fehler im Spiel: keine Reaktion mehr, keine Tasten mehr drückbar, Pokemon verschwinden einfach. Die Firma Niantic hat sich (anders als bei „Ingress“, ihrem ersten Spiel dieser Art) bei der Entwicklung nicht mit Ruhm bekleckert. Das gilt auch für das Gameplay, denn am wichtigsten ist: Das ist kein Pokémon mehr. Keine rundenbasierten Kämpfe, kein Austauschen mit anderen Spielern, kein Aufleveln der Pokémon durch Kämpfe. Schade eigentlich, denn so wird sich das Spiel vermutlich nicht lange halten – Pokémon hin oder her.