Weltpremiere vom „Club der roten Bänder – Wie alles begann“
Bild: Lynn Kraemer

Weltpremiere vom „Club der roten Bänder – Wie alles begann“

Am 14. Februar erfahren wir auf der großen Kinoleinwand, wie das Leben von Leo, Jonas, Emma, Alex, Toni und Hugo vor der Gründung des Clubs aussah. Bei der Weltpremiere am 4. Februar im Kölner Cinedom harrten zahlreiche Fans, trotz eisiger Temperaturen, geduldig am roten Teppich aus, um einen Blick auf die Hauptdarsteller zu erhaschen. Und das Warten wurde belohnt.

Auf dem roten Teppich mit den Stars

Moderiert von Amiaz Habtu (u.a. Moderator von Prominent! auf VOX) und begleitet vom Blitzgewitter der Fotografen betraten die Stars den roten Teppich. Obwohl Fernsehen oder Livestreamer immer Vorrang vor dem Radio haben, gesellte sich schließlich Damian Hardung (Jonas) zu uns, um ausgiebig über seine Rolle zu plaudern und von Köln zu schwärmen. Tim Oliver Schultz (Leo) und Jürgen Vogel (Benni) alberten mehr herum, aber zeigten sich sehr begeistert vom Film. Und dann ging es für geladene Gäste in den einen, für die Fans in den anderen Kinosaal.

Der Film

Der spätere Clubgründer Leo (Tim Oliver Schultz) ahnt noch nichts von seinem Schicksal, als er auf dem Fußballplatz mit einem stechenden Schmerz im Bein zusammenbricht. Die Diagnose: Krebs! Die Zeit im Krankenhaus wird ihm Dank seines mürrischen Zimmergenossen Benni (Jürgen Vogel) anfangs nicht gerade leicht gemacht. Die Tatsache, dass sein Bein kurz vor der Abnahme steht und es zudem seiner ebenfalls an Krebs leidenden Mutter schlechter geht, stellt den sonst so energiegeladenen Jungen vor eine harte Probe. Emma (Luise Befort) hat derweil mit sich selbst und ihren Eltern zu kämpfen. Ihr zwanghafter Drang alles perfekt zu machen und so die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu bekommen, lässt sie immer weiter in die Essstörung abrutschen. Toni (Ivo Kortlang) kann nur schwer die Gefühle anderer deuten, will aber unbedingt Freunde finden. Jonas wünscht sich hingegen nichts sehnlicher als von seinem gewalttätigen großen Bruder wegzukommen. Alex (Timur Bartels) hat Probleme mit seiner Lehrerin, während Hugo (Nick Julius Schuck) nach einem Sprung vom Zehner im Koma liegt.

Der Film zeigt mit einem klaren Fokus auf Leo das Leben vor der Serie und die Anfänge im Krankenhaus des späteren „Clubs der roten Bänder“. Jede Geschichte weiß sowohl zu berühren als auch zum Lachen anzuregen. So ist die Entwicklung von Leos und Bennis Freundschaft emotionaler Kern und Höhepunkt des Films und gerade diese beiden Schauspieler liefern eine Bandbreite von Gefühlsregungen in nur einer Szene ab. Trotz des Episoden-Stils hat der Film durch Leos Strang auch eine abgeschlossene Handlung. Nur das Ende enthält leider einen nicht ganz spoilerfreien Ausblick auf die Ereignisse der Serie. Diesen hätte man für neue Zuschauer sicherlich auch weglassen können.

Hugo fungiert, wie schon in der Serie, als allwissender Erzähler und bringt als „guter Geist“ auch eine übernatürliche Ebene ein. Leider erfährt man von ihm selbst eher wenig. Besonders abgehackt endet auch Tonis Story. Umso besser ausgearbeitet sind dafür Jonas, Alex und Emma. Insgesamt ist der Film ein gelungenes Drama, das für Neueinsteiger Lust auf mehr macht und alteingesessenen Fans noch andere Aspekte ihrer Figuren liefert.

Das Ende – enttäuschend

…aber nur im Kinosaal selbst. Gelang es Moderator Amiaz Habtu schon vorher nur halbherzig die Stimmung anzuheizen, so wartete man vergebens auf weitere wirklich interessante Fragen an den fast komplett versammelten Cast. Luise Befort musste sogar persönlich noch eine vergessene Teamkollegin auf die Bühne bitten. Dafür durfte Drehbuchautor Albert Espinosa, auf dessen eigenen Erfahrungen mit dem Krebs und im Krankenhaus geknüpfte Freundschaften die Serie beruht, endlich den gewonnenen International Emmy Kids Award persönlich entgegennehmen. Danach ging es für die Darsteller zur Aftershow-Party und für alle anderen ins Bett. Der ein oder andere mit Lust auf drei Staffeln Binge-Watching der Serie in den nächsten Tagen.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

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    Kleine Anmerkung: Nicht nur die Darsteller waren auf der Aftershow-Party im Maybach, sondern auch alle gefühlt 1.000 Zuschauer.

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