Baskets unterliegen Trento im Eurocup

Die Telekom Baskets haben am vierten Spieltag des Eurocups eine Niederlage gegen die italienische Mannschaft Dolomiti Energia Trento einstecken müssen. Nach hartem Kampf unterlagen die Bonner mit 89:96 (15:19, 27:31, 24:20, 23:26). Topscorer auf Seiten der Baskets war Aaron White mit 23 Punkten. Eugene Lawrence legte insgesamt 13 Assists auf. Verantwortlich für die Niederlage waren vor allem eine verschlafene erste Halbzeit und unnötige Ballverluste am Ende des Spiels.

Bild: Sebastian Derix

Bild: Sebastian Derix

Von Fehlern geprägte Anfangsphase

In den letzten Spielen gelang es den Baskets immer in der Defensive viel Druck auszuüben und dadurch Ballverluste zu provozieren. Genau mit dieser Einstellung ging Gegner Trento auch in die Partie. Lawrence wurde im Aufbau massiv unter Druck gesetzt was dazu führte, dass die Bonner kein geregeltes Offensiv-Spiel aufbauen konnten. So startete Trento mit einem 5:0-Lauf in die Partie. Doch die Baskets wehrten sich und konnten durch Laurence und Isaiah Philmore ausgleichen (3.Minute: 5:5). Im weiteren Spielverlauf führten dann ungenaue Pässe immer wieder zu Ballverlusten der Bonner. Trento konnte somit immer wieder durch einfache Fast Breaks punkten. Bis zur achten Minute setzte sich Trento so auf sechs Punkte ab. Insgesamt vier Ballverluste leisteten sich die Baskets bis zum Ende des ersten Viertels. In Person von Aaron White, der vier Punkte in Folge machte, kam Bonn bis zum Ende des ersten Spielabschnittes bis auf vier Punkte (15:19) an Trento heran.

Der Anfang des zweiten Viertels gestaltete sich komplett offen. Durch einen Alley-Hoop-Dunking von White konnte Bonn den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen. Doch dann schlichen sich erneut Fehler in das Spiel der Baskets ein. In der 14.Minute setzte sich Trento durch Punkte von Jamarr Sanders auf zehn Punkte ab (22:32). Bonn versuchte sich nun wieder ins Spiel zu kämpfen, doch Trento hatte immer die passende Antwort parat. Bis zur 16.Minute, als Dirk Mädrich mit zwei Dreiern und Michael Chylinski mit einem, den Rückstand der Baskets auf zwei Punkte verkürzten. Bis zum Ende des Viertels konnte sich Trento dann allerdings wieder absetzen (42:50).

 

Bild: Sebastian Derix

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Philmores Verletzung überschattet zweite Halbzeit

Am Anfang der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann vor allem ein Schlagabtausch zwischen White auf Bonner Seite und Julian Wright auf Seiten von Trento. Beide punkteten im Gleichschritt, die Höhe des Rückstandes der Baskets blieb dabei unverändert. In der 25. Minuten dann der Schock: Der Bonner Spieler Philmore verletzte sich bei einem Zusammenstoß an der Mittellinie am Knie und musste vom Feld getragen werden. Anschließend wurde er sofort in ein Krankenhaus gefahren, die Diagnose steht allerdings noch aus. Nach dieser Szene zeigten sich die Baskets dann eher angestachelt als geschockt. In der 28. Minute sorgte Jimmy McKinney per Dreier für die erste Führung der Bonner im gesamten Spiel (66:65). Der starke Ex-Braunschweiger Trent Lockett sorgte auf Seiten von Trento dann allerdings für eine vier Punkte Führung der Italiener zum Ende des Viertels (66:70).

Im letzten Spielabschnitt entwickelte sich dann ein wahrer Krimi. Die Führung wechselte ständig und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen (37.Minute: 80:80). Es schien ein Thriller bis zur letzten Sekunde zu werden. Doch dann schlichen sich wieder unnötige Ballverluste in das Spiel der Bonner ein. Trento setzte sich ab und gab sich am Ende auch von der Freiwurflinie keine Blöße. Am Ende mussten sich Baskets mit 89:96 geschlagen geben.

Zu viele einfache Ballverluste

Der Sieg von Trento war verdient, so Baskets Trainer Mathias Fischer nach dem Spiel. In der ersten Halbzeit sei seine Mannschaft immer einen Schritt zu langsam gewesen. Der Kampf wurde erst in der zweiten Halbzeit aufgenommen. Allerdings waren haarsträubende Ballverluste am Ende ausschlaggebend für die Niederlage, so Fischer weiter.

Am Sonntag um 15 Uhr treffen die Baskets im Telekom Dome auf den aktuellen Spitzenreiter der Bundesliga Alba Berlin.