Aufholjagd der Baskets wird nicht belohnt

Die Telekom Baskets haben ihr zweites Spiel im Eurocup gegen die spanische Mannschaft Bilbao mit 81:90 (15:31, 18:18, 22:17, 26:24) verloren. Nach einem misslungen ersten Viertel konnte sich die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer zwar zurück ins Spiel kämpfen. Am Ende war jedoch die hohe Anzahl an Ballverlusten ausschlaggebend für die Niederlage. Vor 3.250 Zuschauern im Telekom Dome waren Aaron White (15) und Jimmy McKinney (14) die besten Bonner Werfer.

Ordentlicher Start und dann den Faden verloren

Noch vor der Partie forderte Trainer Mathias Fischer seine Mannschaft dazu auf bei der Rebound-Arbeit gegen Bilbao hochkonzentriert zu sein. Zu Beginn des Spiels konnten die Baskets dies allerdings nicht umsetzen. Immer wieder konnten sich die Center der Spanier beim Offensiv-Rebound durchsetzen und diese, meist in Form von Alex Mumbru, zu Punkten verwerten. Allerdings konnten die Baskets in der Anfangsphase das Spiel durch Dreier von Eugene Lawrence und Dirk Mädrich offen halten. Nach fünf Minuten betrug der Spielstand 13:10 für die Bonner. Im weiteren Verlauf gelang Bilbao dann ein 10:0 Lauf. Immer wieder begünstigt durch einfache Ballverluste, wie beispielsweise vier Schrittfehler bis zum Ende des ersten Viertels, auf Seiten der Baskets. Mit einem Rückstand von 16 Punkten (15:31) ging es in das zweite Viertel.

Dieser Spielabschnitt begann so wie der erste aufgehört hatte. Bilbao schnappte sich einen Offensiv-Rebound nach dem anderen und konnte die Führung auf 21 Punkte ausbauen. Die Verteidigung der Baskets wurde dabei immer wieder durch einfaches Pick and Roll durchbrochen. Im weiteren Verlauf schlichen sich auch bei Bilbao Unkonzentriertheiten ein und durch ein Drei-Punkt-Spiel von Eugene Lawrence kam Bonn wieder auf 15 Punkte ran. Auch in der Defense zeigten sich die Baskets langsam besser. Mit 16 Punkten Rückstand (33:49) ging es in die Halbzeit.

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Aufholjagd in der zweiten Hälfte

Dort fand Trainer Mathias Fischer dann anscheinend die richtigen Worte. Durch einen Dreier von Florian Koch und zwei Punkte durch Jimmy McKinney konnten die Baskets den Rückstand auf 11 verkürzen. Anschließend schenkten sich beide Teams nichts. Durch ein technisches Foul gegen Mathias Fischer, der sich immer wieder über die Schiedsrichterentscheidungen aufregte, zog Bilbao wieder mit 13 Punkten davon. Zum Ende des dritten Viertels stand es 55:66.

Bilbao startete mit einem 5-0 Lauf in den letzten Spielabschnitt. Die Antwort der Baskets ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Durch Punkte von Lawrence, Clarke und Madrich verkürzten die Baskets den Rückstand auf acht Punkte. Selbst ein unsportliches Foul von Mädrich konnte den Aufwind der Bonner nicht stoppen und fünf Minuten vor Schluss waren die Baskets wieder auf drei Punkte ran. Anschließend zeigte dann der Spanier Raul Lopez auf Seiten von Bilbao seine ganze Erfahrung und führte sein Team mit sechs Punkten und klugen Pässen zum Sieg (81:90).

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Das Spiel am Anfang verloren

Isaiah Philmore beklagte nach dem Spiel, dass die Mannschaft erst in der zweiten Halbzeit wirklich bereit war sich in das Spiel zu kämpfen. Trainer Mathias Fischer fügte hinzu, mit 19 Ballverlusten sei es schwierig ein Team wie Bilbao zu schlagen. Wäre die Konzentration gleich von Beginn an da gewesen, hätte man sicher bessere Chancen gehabt.

Weiter geht es für die Baskets in der Beko BBL schon am Samstag um 19:30 Uhr beim Auswärtsspiel gegen Ratiopharm Ulm. Nächste Woche Mittwoch (20:30 Uhr) treffen die Bonner dann auswärts im Eurocup auf Olimpija Ljubljana.

 

(Text: Lucas Bayer, Fotos: Sebastian Derix)

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