Nichts zu holen im Spitzenspiel

Am siebten Spieltag der Basketballbundesliga schlägt Tabellenführer ALBA Berlin die Telekom Baskets Bonn deutlich mit 57:77 (15:24, 19:13, 11:21, 12:19). Gestalteten die Teams das Spiel in der ersten Halbzeit noch offen, zog ALBA spätestens zu Beginn der zweiten Hälfte uneinholbar davon. Berlin gab 40 Minuten lang das Spieltempo an und verhinderte somit, dass Bonn seine Systeme spielen konnte. Dass die Baskets dann selbst ihre freien Würfe nicht trafen, besiegelte am Ende die zweite Saisonniederlage.

Berlin erwischte den besseren Start ins Spiel. Zwar konnten Jimmy McKinney und Dirk Mädrich von der Freiwurflinie punkten, die ersten regulären Bonner Punkte liefert Aaron White allerdings erst nach rund dreieinhalb Minuten (4:8). Ein in diesem Spiel auf beiden Seiten seltener Dreier von Florian Koch bringt die Baskets auf 9:12 heran (6. Spielminute), insgesamt lassen die Berliner aber wenig Bonner Würfe zu, während sie selbst ein ums andere Mal durch die Defense schlängeln. Die Konsequenz: 15:24 nach dem ersten Viertel.

 

Bild: Sebastian Derix

Bild: Sebastian Derix

Bonn findet endlich ins Spiel

Im zweiten Viertel schalten die Baskets in der Verteidigung endlich einen Gang höher; zunächst wollen die Würfe aber trotzdem nicht fallen. Nach einem Korbleger von Berlins Alex King fällt zu Beginn des Viertels fast zwei Minuten lang auf beiden Seiten kein Korb. Ein technisches Foul gegen Berlins Coach Sasa Obradovic gibt den Baskets Gelegenheit zu punkten, doch Rotnei Clarke vergibt erst den geschenkten Freiwurf und verliert im anschließenden Angriff den Ball. Punkte von Eugene Lawrence und ein erlösender Dreier von McKinney, kombiniert mit aggressiver Defense, bringen Bonn schließlich sogar auf zwei Punkte heran (27:29, 16. Spielminute). Wenig spektakuläre Aktionen und viele Kämpfe unter dem Korb prägen den Rest des Viertels. Beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe und Berlin kann nur mit knapper Führung in die Halbzeit gehen (34:37).

Wie schon in im ersten Viertel, kommt Berlin nach der Pause deutlich wacher ins Spiel. Die Hauptstädter starten einen 12:0-Run und ziehen auf 34:39 davon (23. Spielminute). ALBAs Defense wird deutlich härter, unterm Korb fliegen die Fetzen und Bonn hat Schwierigkeiten seine Würfe zu platzieren. Unzufrieden mit der Leistung der Schiedsrichter beschwert sich Andrej Mangold und provoziert so ein technisches Foul gegen die Bank, das Berlin auf 39:53 davon ziehen lässt (28. Spielminute). Auch eine Überraschung wie ein Dreier von Center Tadas Klimavicius bringt Berlin nicht aus der Fassung: Zur Halbzeit führen die Albatrosse 45:58.

 

Bild: Sebastian Derix

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Keine Schnitte, auch im letzten Viertel

Warum Berlin ungeschlagener Tabellenführer ist, beweist das Team im letzten Viertel. Wie schon das ganze Spiel über pflücken sie zuverlässig die Rebounds und verdienen sich so viele zweite Chancen. Unterm Korb ist kein Durchkommen für die Baskets, denn die Berliner Defense steht nun endgültig wie ein Bollwerk in der Zone. Als sich McKinney und wenig später auch Mädrich mit fünf Fouls vom Spiel verabschieden müssen, scheint die Partie endgültig gelaufen zu sein. Mit 57:77 lautet der verdiente Sieger der „Mutter aller Spiele“ an diesem Abend: ALBA Berlin.

Weiter geht es für die Baskets schon am Dienstag in Frankreich, wo um 20:30 das Eurocup-Spiel gegen JSF Nanterre auf dem Plan steht. Danach folgen zwei Auswärtsspiele in der Bundesliga: am 14.11. um 16:00 Uhr gegen medi bayreuth und am 18.11. um 20:00 Uhr gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Katharina Weber

Ehemalige Chefredakteurin Nachrichten und Wort, Moderatorin, Campusradio-Methusalem und Baskets-Enthusiastin.

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