Avengers: Endgame
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Avengers: Endgame

Das Fingerschnipsen, mit dem Thanos nicht nur das Ende von Infinity War eingeläutet, sondern auch das Schicksal des halben Universums besiegelt hat, ist ohne Zweifel der mieseste Cliffhanger des vergangenen Kinojahres. Gut, dass das Spekulieren und Warten endlich vorbei ist! Wir haben Endgame schon gesehen und unseren vagen, aber selbstverständlich spoilerfreien Eindruck zum Film festgehalten.

„We’re in the endgame now“, verkündet Dr. Strange etwa eine halbe Stunde, bevor er am Ende von Infinity War zu Asche zerfällt. Viele der „neueren“ Avengers teilen sein Schicksal, darunter Black Panther, die Guardians und Spider-Man. Die Superhelden, die die kosmische Katastrophe überlebt haben, sind schockiert. Zurecht, schließlich haben die nicht mehr ganz so zahlreichen Charaktere, die das Marvel Cinematic Universe bevölkern, noch nie verloren.

Trauerbewältigung

Nur langsam weicht der Schock einer Trauer, mit der jeder verbliebene Held anders umgeht. Anders als sein Vorgänger, beginnt Endgame still und leise. Die Regisseure Joe und Anthony Russo nehmen sich viel Zeit für die emotionalen (Höhen und) Tiefen der Charaktere, geben ihnen dringend benötigte Zeit zum Durchatmen und verzichten über weite Strecken des Films komplett auf Actionsequenzen. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber im Endeffekt sorgt diese Verlagerung des Schwerpunkts dafür, dass man nie das Gefühl hat, einfach nur drei weitere Stunden Infinity War präsentiert zu bekommen.

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Ein Querschnitt durch über 20 Filme

Der Plan bietet die Möglichkeit, auf zahlreiche Ereignisse aus vorangegangenen Filmen Bezug zu nehmen und das nutzen die Russo-Brüder, um sich noch einmal ausgiebig vor 10 Jahren Marvel-Filmgeschichte zu verneigen. Mal tun sie das mit einem Augenzwinkern, mal mit einem wehmütigen Lächeln – aber immer ohne lange Erklärungen. Für Fans der ersten oder zweiten Stunde ist das natürlich Fanservice pur. Wer die Reise der Charaktere allerdings nicht von Anfang an verfolgt oder fehlende Filme nachgeholt hat, wird vermutlich nicht jede Szene zweifelsfrei zuordnen können. Die Story ist zwar trotzdem verständlich, aber man verpasst eindeutig was.

Emotionale Achterbahnfahrt

Ohne das entsprechende Vorwissen entgeht einem nämlich die emotionale Achterbahnfahrt, die vor allem in der letzten Stunde nochmal ordentlich an Tempo gewinnt. In Avengers: Endgame laufen Handlungsstränge zusammen, die sich durch über 21 (!) Filme ziehen und in dem dreistündigen Finale ihren Höhepunkt erreichen. Erfüllt der wahrscheinlich meisterwartete Film des Jahres dabei tatsächlich alle Erwartungen? Wahrscheinlich nicht alle, aber die meisten. Die Russo-Brüder liefern mit dem vierten Teil der Avengers-Reihe auf jeden Fall einen großartigen Abschluss, bei dem die drei Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen. Ein Film, den man unbedingt im Kino gesehen haben sollte!

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