Und der Goldene Bär geht an…

Vom 11. bis zum 21. Februar 2016 ist es wieder soweit: Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, besser bekannt als Berlinale, finden statt. Dieses Jahr bereits zum 66. Mal. Deutschland hat dabei eher schlechte Karten auf den Goldenen Bären.

Im vergangenen Jahr konnte sich die Berlinale über rund 336.000 verkaufte Eintrittskarten und fast 506.000 Kinobesucher freuen. Hinzukamen knapp 20.000 Fachbesucher aus 128 Ländern. Die Berlinale ist somit ohne Frage eines der bedeutsamsten Festivals der Filmbranche. Gezeigt werden jedes Jahr um die 400 verschiedene Filme, wobei sich das Festival in neun unterschiedliche Sektionen einteilen lässt, wie zum Beispiel Berlinale Shorts, Panorama oder auch Hommage. Zusätzlich gibt es immer eine Reihe an variierenden Sonderveranstaltungen.

Programm, Tickets und Location

Das diesjährige Programm wird erst am 2. Februar veröffentlicht. Tickets sind ab dem 8. Februar erhältlich. Diese sind größtenteils wirklich erschwinglich. Natürlich gibt es auch teurere Kategorien, aber für einen Film aus der Sektion Wettbewerb gibt es Eintrittskarten schon für 14 Euro. Allerdings sind gerade in dieser Sektion die Karten heiß begehrt. Schnelligkeit ist also gefragt. Als Schüler oder Student bekommt man sogar ganze 50 Prozent Ermäßigung an den Tageskassen. Die Filme werden in 33 verschiedenen Etablissements gezeigt. Unter ihnen befinden sich der Zoo- sowie der Friedrichstadtpalast. Das CinemaxX am Potsdamer Platz ist mit seinen 19 Sälen seit 2000 Hauptspielstätte.

Goldener, Silberner oder Gläserner Bär?

In der wichtigsten Sektion Wettbewerb entscheidet die Internationale Jury, dieses Jahr unter dem Vorsitz von US-Schauspielerin Meryl Streep, über die Vergabe der beiden Hauptpreise, den Goldenen und den Silbernen Bären. Letztes Jahr ging der Goldene Bär an den Regisseur von “Taxi Teheran”, Jafar Panahi. Außerdem werden beide Bären für den jeweils besten Kurzfilm vergeben. In der Sektion Generation wird zusätzlich noch der Gläserne Bär verliehen, ebenfalls für den besten Film und den besten Kurzfilm. Des Weiteren werden Preise von unabhängigen Jurys vergeben, wie beispielsweise der Teddy Award. Unabdingbar ist auch der Goldene Ehrenbär mit dem wichtige Personen der Branche für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden. Dieses Jahr erhält ihn der deutsche Kameramann Michael Ballhaus, der unter anderem für seine Mitarbeit an dem Film “Gangs of New York” bekannt ist.

Deutschland in der Wettbewerb Sektion nur einmal vertreten

Auch wenn das gesamte öffentliche Programm noch nicht bekannt gegeben wurde, steht bereits fest, dass es neben einigen deutschen Koproduktionen nur ein Film mit deutscher Regie in die Sektion Wettbewerb geschafft hat: das Drama “24 Wochen” von Anne Zohra Berrached mit den Schauspielern Julia Jentsch und Bjarne Mädel. Der Film handelt von einem Ehepaar, welches erfährt, dass ihr ungeborenes Kind einen Herzfehler sowie das Down-Syndrom hat, und mit dem Gedanken der Abtreibung spielt. Man kann also gespannt sein, ob sich der Film gegen seine 17 Konkurrenten durchsetzen kann. Wie auf der Berlinale üblich, feiern darüber hinaus viele der Filme, auch “24 Wochen”, Weltpremiere!

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