Admiral Fallow in neuem Gewand

Mit deutlich lauteren Klängen melden sich Admiral Fallow nach einer etwas längeren Tourpause zurück. Die schottische Band präsentiert ihr neues Album „Tiny Rewards“ im Kölner YUCA und erntet großen Jubel für mutige Veränderungen und neue Wege.

Altes und Neues

Wer Admiral Fallow schon während ihrer ersten zwei Alben „Boots Met My Face“ (2011) und „Tree Bursts In Snow“ (2012) kennenlernen durfte, der machte Bekanntschaft mit ruhigen Melodien, akustischen Gitarren und meist zurückhaltenderen Arrangements. Ganz anders präsentieren sich Admiral Fallow nun mit ihrem Drittling „Tiny Rewards“ (2015). Doch wie formulierte Michael Richter so schön? „Was bleibt, ist die Veränderung; was sich verändert, bleibt.“ Letztlich bleibt also alles? Ganz genau. Und so vergessen auch Admiral Fallow bei ihrem Konzert in Köln nicht den Anfang ihres musikalischen Schaffens und mischen in ihrem Set neue und alte Songs durcheinander. Das gefällt nicht nur dem Publikum, sondern auch der Band selbst. Im Interview verraten Louis Abbot und Sarah Hayes, welche Songs sie selbst am liebsten spielen und sind sich einig, dass „Subbuteo“ von ihrem ersten Album bisher wohl in jeder Setlist vorhanden war: „We’ve always enjoyed playing it“, erklärt Sarah diese Tatsache. Und so spielen Admiral Fallow auch an diesem Abend ihren Lieblingssong und viele weitere Songs ihrer älteren Alben.

Komplexere Songs

Die Spielfreude bei den alten Songs bleibt also beibehalten, ereifert sich bei den Songs von „Tiny Rewards“ gleichzeitig einer neuen Komplexität. „I’m enjoying ‘Happened In The Fall’. The more we’ve played it the more I’ve been enjoying it“, bekennt sich Sarah zur Spielfreude am neuen Album. Die vielschichtigen Arrangements von „Tiny Rewards“ fordern ein inniges Zusammenspiel der Band und lassen das YUCA ab und an in einem Soundschwall aus Synthies, E-Gitarren und Co untergehen. „These ones are a bit more challenging“, beschreibt Frontmann Louis den Unterschied zu den leichter zugänglichen Songs der ersten beiden Alben. Doch nicht nur für das Publikum ist dies eine neue Herausforderung.

Neues Bühnengefühl

Bild: Luisa Greupner / bonnFM

Bild: Luisa Greupner / bonnFM

„We’re all a little bit busier now on stage and we’ve all got extra new things to do“, beschreibt Sarah die neue Bühnenerfahrung. Trotz ihrer Komplexität sind die neuen Arrangements gleichzeitig viel tanzbarer: „I think the main difference between this current album ‘Tiny Rewards’ and the first two albums is that it’s just a lot more dance, a lot more to get your teeth in, and lots of layers“, erläutert Louis den neuen Sound. Die Band beherrscht diese Komplexität gekonnt und überzeugt das Publikum davon, dass die akustische Gitarre getrost mal beiseite gelassen werden kann. So tanzt sich ein begeistertes Publikum durch den vor allem von Frontmann Louis sympathisch geführten Abend. Admiral Fallow gefallen auch in neuer Manier.