Aladdin: The Fresh Prince of Agrabah
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Aladdin: The Fresh Prince of Agrabah

Vor rund 27 Jahren kam der erste Film über die Abenteuer von Aladdin und seiner Wunderlampe in die Kinos. Damals noch ein reiner Zeichentrickfilm, aber ab heute kommt die Realverfilmung von Regisseur Guy Ritchie in die Kinos.

„Aladdin“ ist, neben „Dumbo“ und „Der König der Löwen“ die zweite der drei Realverfilmung die Disney allein dieses Jahr herausbringt. Insgesamt sind 22 neue Verfilmungen in den nächsten Jahren geplant, die allesamt alte Kindheitserinnerungen hervorrufen sollen und die Geschichten von damals neu und modern erzählen sollen.

Neue Zeit, neuer Film

Die grundlegende Geschichte ist natürlich auch in dieser Version von Aladdin gleichgeblieben. Da sich nach fast 30 Jahren aber gesellschaftlich einiges getan hat, wurden auch bei „Aladdin“ ein paar Änderungen vorgenommen, um das Ganze an die Welt nach #MeToo anzupassen. Prinzessin Jasmin wird nun zur neuen Powerfrau, die Gleichberechtigung und Respekt einfordert. Disney verabschiedet sich mit Darstellerin Naomi Scott äußerlich zwar nicht von dem Bild der schönen Disney Prinzessin, aber trotzdem kauft man Scott die Unabhängigkeit größtenteils ab.

Mein Genie und ich

Titelheld Aladdin streift auch in der neuen Version mit seinem Affen Abu durch die Straßen von Agrabah, bis er durch die Begegnung mit Jasmin und Jafar an die Wunderlampe gelangt. Obwohl Aladdin Darsteller Mena Massoud seine Sache an sich gut macht, wirkt er neben den anderen Darstellern schnell blass. Will Smith, dessen Darstellung des Genies im Voraus kritisch betrachtet wurde, schaut man im Gegensatz zu Massoud durch gutes Timing und charmantes Spiel gerne zu. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gewinnt der Film mit dem Auftritt von Smith an Fahrt und nimmt einen Weg, den man gerne mitgeht. Dazu trägt auch Dalia-Darstellerin Nasim Pedrad bei, die in Deutschland hauptsächlich durch Auftritte in „New Girl“ bekannt geworden ist.

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Neue altbekannte Lieder

Auf musikalischer Ebene bewegt sich der Film zwischen den bekannten Liedern aus der Zeichentrickverfilmung wie „A Whole New World“ und neuen Lieder wie „Listen“ von Jasmin. Es sind Lieder, die zum Film passen und alte Erinnerungen wecken. Möchte man vom Ohrwurmfaktor sprechen, so ist der, vielleicht mit Ausnahme von „A Whole New World“, aber eher gering.

Und wenn sie nicht gestorben sind

Ansonsten hält „Aladdin“ vieles ein, was man von einem Disneyfilm (mit entsprechendem Budget) erwartet. Die Farben sind satt und kräftig, das Setting detailreich. Es gibt einen Bösewicht, eine Liebesgeschichte mit zunächst unüberbrückbaren Gegebenheiten, magische Dinge wie fliegende Teppiche und Tiere, die bei dem ganzen Spektakel natürlich auch nicht fehlen dürfen. Und am Ende siegt wieder die Gerechtigkeit, die man die vorherigen zwei Stunden herbeigesehnt hat.

Zusammenfassend ist „Aladdin“ herzerwärmend und optisch wunderbar anzusehen. Das Kino neu zu erfinden, ist allerdings eine Aufgabe, die der Film nicht erfüllen kann und wahrscheinlich auch gar nicht erfüllen wollte.​

* zur deutschen Synchro können wir leider nichts sagen, da wir den Film im Originalton gesehen haben.

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