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Bild: Laura Stanley, pexels.com (Stockimage)

Sympathisch und nah am Publikum – Dominic Fike in Köln

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Dominic Fike ist mittlerweile nicht nur als Musiker bekannt – mit seiner Hauptrolle in der zweiten Staffel „Euphoria“ hat er auch die Schauspielerei für sich entdeckt. Bevor er dort aber für die dritte Staffel vor der Kamera steht, ging es jetzt erstmal auf seine „don’t stare at the sun“ Tour, um sein zweites Album „sunburn“ zu performen. Einen Stopp machte er dafür letzten Samstag auch im E-Werk in Köln.

Die Schlange vor dem E-Werk ist lang, als letzten Samstag Dominic Fike sein Konzert dort spielt. Ob das an dem Hype um den Künstler oder am stockenden Sicherheitskonzept liegt, lässt sich nicht sicher sagen, die Stimmung der Fans lässt sich davon aber nicht bremsen. Was bei den Fans auffällt: nicht alle sind nur wegen seiner Musik hier, auch seine Rolle bei Euphoria hat ihm eine große Fanbase geschaffen.

Playlist statt Vorband

Nachdem es dann alle ins E-Werk geschafft hatten, gab es etwas Verwirrung um die Vorband. Im Internet war nicht wirklich etwas rauszufinden, trotzdem erwarteten wohl alle eine Band. Als die Aufbaumusik dann leiser wurde und plötzlich Kanye West laut aus den Boxen kam, waren doch viele verwundert – um es mal vorsichtig auszudrücken. Kanye West war dann natürlich nicht live vor Ort, seine Musik als Intro zu nehmen ist aktuell aber trotzdem etwas gewagt. Es folgten Tracy Chapman, Bakar und Frank Ocean, bevor die Musik wieder leiser wurde. Ein wilder Musikmix und eine interessante Art, eine fehlende Vorband mit einer Playlist zu ersetzen, die Stimmung war aber trotzdem weiterhin gut. Der Mainact ließ allerdings auf sich warten, einige „Dominic“ Rufe später war es dann aber endlich soweit und Dominic Fike betrat mit viel Nebel die Bühne.

“I took enough drugs. Legal ones of course!”

Er erzählt, er habe einen „difficult day“ gehabt und führt das später auch noch weiter aus: sein Weisheitszahn muss gezogen werden, bei der Kommunikation mit den deutschen Zahnärzt*innen gab es aber wohl Schwierigkeiten. Seine Zahnschmerzen taten der Musik aber keinen Abbruch, Zitat Dominic: „I took enough drugs. Legal ones of course!“, womit wir auch schon beim dominierenden Thema des Abends wären. Er spricht immer wieder auf sympathische Art darüber, dass er mittlerweile clean ist. Nicht so, dass es nervt, sondern so, dass man sich im Publikum wirklich für ihn mitfreuen kann. Vor Allem auch, wenn man seine bisherige Geschichte im Hinterkopf hat.

Sympathisch und nahbar

Generell spricht Dominic Fike zwischen den Songs viel, ist dadurch nah am Publikum und sorgt immer wieder dafür, dass sich alle wohl fühlen. Während „Geht’s euch auch allen gut?“-Rufe bei anderen Künstler*innen schnell gewollt wirken können, nimmt man ihm diese Nachfragen ab. Bei seinem Set ist alles dabei, von ruhigen Songs, die er allein auf der Bühne mit seiner Gitarre performt bis zu Songs, die mehr abgehen. Bei „Why“ springen dann auch alle mit. Dominic Fike fasst den Abend am Schluss so zusammen: „When I go to bed tonight, I’m gonna have a smile on my face and that’s because of you guys.” Er war aber definitive nicht der Einzige, der die Venue am Samstag mit einem Lächeln verlassen hat.