Theater trotz Corona? – „The Faeries & Tales Tour“ der BUSC
Bild: Lena Jukna

Theater trotz Corona? – „The Faeries & Tales Tour“ der BUSC

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Theater findet trotz Corona statt – und zwar draußen! Nachdem die Hauptproduktion der Bonn University Shakespeare Company (BUSC) verschoben werden musste, passt nun in der gegenwärtigen Situation ein Stationentheater im Freien natürlich perfekt in das Hygienekonzept. Wir waren am 04. September 2020 bei der Premiere von dem neuen Stück der BUSC „The Faeries & Tales Tour“ und haben mit den Hauptdarstellerinnen über Proben während Corona gesprochen.

Es ist noch hell, als wir Zuschauer warten, dass das Stück beginnt. Schließlich erscheint eine Elfeninspektorin, um uns (die neuen Kadetten) auszubilden. Als eine Freiwillige gesucht wird melden sich ein, zwei Mutige, doch die Assistenz steht schon im Drehbuch fest. Kadettin Mabel (gespielt von Clara-Sophie Bibow) steht der Inspektorin Boggart (gespielt von Vanessa Basilio de Luca) zur Seite und sofort beginnt das Abenteuer, denn Prinzessin Tiffany ist verschwunden.

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Das Rätsel um Prinzessin Tiffanys Verschwinden an ihrem Hochzeitstag muss aufgeklärt werden. Gemeinsam laufen wir mit den zwei Protagonistinnen durch das Fairyland, oder eben die Grüne Spielstadt in Bonn Dransdorf. Bei dem Stationentheater sind wir bei Befragungen von Königsfamilie, Hexen, Meerjungfrauen, Feen und anderen märchenhaften Wesen in wenigen Metern Entfernung dabei. In dieser Märchenwelt kann man die Welt mit Corona zeitweise vergessen. Zwar wurde uns Zuschauern nahegelegt während des gesamten Stücks eine Maske zu tragen, aber Lachen geht ja auch unter der Maske. Und dazu lädt das Stück gerne ein. Auch für die Schauspieler*innen scheint es ein Genuss zu sein, endlich wieder auf einer Bühne stehen zu dürfen.


Aber wie probt man während Corona?

Die Hauptdarstellerinnen erzählen uns, dass bei den Proben, dank des Stationentheaters, in kleineren Gruppen pro Szene geübt wurde. Abstand musste selbstverständlich gehalten werden, aber ansonsten gab es kaum Beeinträchtigungen der Proben. So konnten sich alle auf die spannende Herausforderung eines Stationentheaterstückes einlassen. Die beiden erklären, dass besonders die Interaktion mit dem Publikum an vorderster Stelle steht und dies eine Challenge darstellt, da sie als Schauspieler*innen komplett auf dieses angewiesen sind.

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Doch Inspektorin Boggart hat alles fest im Griff. Es ist schon dunkel und die Spielstadt wird von Lichterketten und Taschenlampen beleuchtet, als sie zusammen mit Kadettin Mabel am Ende sogar mehr als einen Fall löst. Die diesjährige Hauptproduktion der BUSC „The Two Noble Kinsmen“ wird voraussichtlich Anfang Dezember 2020 in der Brotfabrik aufgeführt. Weitere Infos dazu findet ihr unter http://busc.de/.