2 300 Einsendungen, 84 Länder, 43 Projekte – Die Videonale 2017

Vom 17. Februar bis zum 2. April läuft die Ausstellung der 16. Videonale unter dem Thema „Perform!“ im Bonner Kunstmuseum. Hier sind 43 Gewinnerprojekte ausgestellt, die sich in einem internationalen Wettbewerb durchgesetzt haben. bonnFM hat sich das Videokunstfestival für euch angeschaut.

Doch Videokunstfestival ist nicht genug gesagt, denn als die Videonale 1984 von einer Gruppe Bonner Studenten gegründet wurde, konnte man kaum ahnen, dass sie sich zu einem der wichtigsten und renommiertesten Festivals für Videokunst in Deutschland und Europa entwickeln würde. Alle zwei Jahre sind Künstler aus aller Welt dazu aufgerufen, Videoprojekte jeglicher Art einzureichen. Von Dokumentarfilmen bis hin zu Musikvideos – ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Bild: Britta Klasen / bonnFM

Bild: Britta Klasen / bonnFM

„Aus 2300 mach 43“

Das hatte sich die sechs-köpfige internationale Jury zur Aufgabe gemacht.
„Um die Einsendungen wenigstens ein bisschen thematisch zu fokussieren und dem Betrachter somit einen gewissen roten Faden an die Hand zu geben, stand die diesjährige Videonale unter dem Motto ‚Perform‘ “, erklärt Jurymitglied und künstlerische Leiterin Tasja Langenbach. „Allerdings ist das Thema ein sehr offenes, denn es ist in unserer Alltagswelt omnipräsent. In unserer heutigen Leistungsgesellschaft herrscht der ständige Druck nicht nur man selbst zu sein sondern sich auch immer präsentieren zu müssen.“
Dementsprechend haben sich die Künstler dem Thema auf ganz verschiedene Arten genähert. Sie präsentieren ihre Antwort auf die Frage „Was ist Performance“ in den unterschiedlichsten Formaten und haben hierbei oft keine Kosten und Mühen gescheut, teilweise im Ausland produziert oder aufwändige Choreografien auf die Beine gestellt.

Bild: Britta Klasen / bonnFM

Bild: Britta Klasen / bonnFM

13 Stunden sind nicht genug?

Doch die Ausstellung der 43 Gewinnerprojekte, die insgesamt etwa 13 Stunden Videomaterial bieten, ist nicht alles was die Videonale zu bieten hat.
Ein abwechslungsreiches Festivalprogramm bietet nicht nur die Möglichkeit, sich Vorträge anzuhören und an Diskussionsrunden teilzunehmen sondern auch, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.
Außerdem findet vom 18. Februar bis zum 12. März der „Videonale Parcours“ statt. Um das aktuelle Geschehen an deutschen Kunsthochschulen abzubilden, kann man sich hier bei einem Spaziergang durch die Bonner Nordstadt an verschiedenen Ausstellungsorten Werke von Hochschulstudenten anschauen.

Bild: Britta Klasen / bonnFM

Bild: Britta Klasen / bonnFM